Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen zählt zu den Vermögensgegenständen

1. April 2011

Verbrauchsgüter, die das Umlaufvermögen als temporäres Kapital erhöhen

Das betriebliche Umlaufvermögen beinhaltet sämtliche Vermögensgegenstände, welche zur Herstellung und Produktion von Wirtschaftsgütern benötigt werden. Zusätzlich fallen unter die Bezeichnung Umlaufvermögen auch alle Güter, die verbraucht werden und mit denen das Unternehmen handelt. Die dem Umlaufvermögen zugeordneten Güter können entweder selbst genutzt oder veräußert und entweder einmal oder mehrfach genutzt werden. Das Umlaufvermögen insgesamt ist in verschiedene Bereiche gegliedert, die eine explizite buchhalterische Trennung verlangen. So gibt hier zum einen die Warenbestände und die Vorräte aller Art, die Forderungen aus dem Geschäftsbetrieb und die sonstigen Forderungen sowie die sonstigen Vermögensstände…

des Umlaufvermögens. Diese sind wiederum unterteilt in spezifische Kategorien.

Umlaufvermögen – Vorräte

Die Position Vorräte gliedert sich in vier Kategorien. Grundsätzlich werden hier alle Positionen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe notiert, jedoch dürfen hier nur die Vermögensgegenstände ausgewiesen werden, welche noch nicht zur Weiterverarbeitung in den Betrieb gegangen sind.
Rohstoffe bedeuten in diesem Fall, dass es sich um Stoffe handelt, die als Hauptbestandteile für die Herstellung der Produkte benötigt werden. Hilfsstoffe hingegen sind beispielsweise Kleinteile, wie Schrauben, Nägel oder auch Leim. Zu den Betriebsstoffen zählen die Schmiermittel für die Maschinen, aber auch alle benötigten Kraftstoffe.

Umlaufvermögen – unfertige und fertige Erzeugnisse

Zum Umlaufvermögen gehören natürlich die fertigen und die unfertigen Erzeugnisse, die noch in der Bearbeitung sind oder schon zum Verkauf auf Lager liegen.
In der Regel nehmen die unfertigen und fertigen Artikel einen großen Bilanzposten ein. Sie können meist schon kurze Zeit später als Forderung umgebucht werden –nämlich dann, wenn das Produkt fertiggestellt und verkauft wurde.

Umlaufvermögen – Forderungen

Ebenfalls zum Umlaufvermögen zählen auch die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände. Zum einen gibt es hier die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, zum anderen auch die sonstigen Forderungen, zu denen beispielsweise die Forderungen aus Gewinnausschüttungen oder aus Beteiligungsverhältnissen gehören.

Umlaufvermögen – Kasse, Bank und Wertpapiere

Auch die Vermögensgegenstände, die sich aus den Positionen Kasse, Bank und Wertpapiere ergeben, zählen zum Umlaufvermögen. Die Zweckbestimmung kann hier als unerheblich eingestuft werden, jedoch zählt explizit dieser Posten des Umlaufvermögens zu einem der Wichtigsten. Hier können schnell liquide Mittel abgerufen und ausgezahlt werden.

Grundsätzlich haben alle Vermögensgegenstände eines Unternehmens lt. HGB auf der Aktivseite der Bilanz erfasst zu werden. Neben dem Umlaufvermögen wird hier noch vorrangig auch das Anlagevermögen gelistet. Das Unternehmen selbst muss nun entscheiden, in welche Kategorie das Wirtschaftsgut einzuordnen ist. Anlage- wie auch Umlaufvermögen stellt für das Unternehmen Kapital dar, welches entweder kurzfristig oder langfristig im Unternehmen verbleibt.

Geht man davon aus, dass ein Betrieb Maschinen produziert, so fallen in der gesamten Produktionsphase etliche Geschäftsfälle an. Eventuell müssen Rohstoffe gekauft werden, Hilfsstoffe, wie Schrauben oder Leim wird gebraucht und auch Kraftstoff wird benötigt.

Ist die Maschine in der Fertigung, so mindern sich die Positionen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, während sich die Position unfertige Erzeugnisse allerdings erhöhen.
Nach der Fertigstellung der Maschine ist diese zwar immer noch dem Umlaufvermögen zuzuordnen, allerdings nun nicht mehr als unfertiges Erzeugnis, sondern als fertiges Erzeugnis, welches auf einen Abnehmer wartet.

Ist der Käufer der Maschine dann schlussendlich gefunden, so verlässt die Maschine die Position fertige Erzeugnisse und wandern in die Kategorie Forderungen. Dort bleibt die Position bestehen, bis der Kunde die Zahlung für die Maschine leistet. Dann gibt es wieder einen Tausch im Umlaufvermögen –die Forderungen minimieren sich um den Rechnungsbetrag der Maschine und das Bankkonto oder der Kassenbestand erhöht sich.

Wurde die Maschine jedoch für den eigenen Bedarf hergestellt, so wird hier natürlich ebenfalls das Umlaufvermögen berührt, jedoch nur bis zu einem gewissen Bearbeitungsstand. Eine offene Forderung gibt es in diesem Fall dann nicht mehr, stattdessen wechselt die Maschine aus dem Umlaufvermögen in das Anlagevermögen des Unternehmens.

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