Spesen

Entwicklung der Spesensätze seit 2011

12. Juni 2013

Spesenabrechnung 2011Wer eine Dienstreise unternimmt, der muss sich in der Regel hinterher auch mit der Spesenabrechnung auseinandersetzen. Für Reisen ins In- und Ausland gelten dabei die vom Bundesministerium für Finanzen festgelegten Spesensätze.

Spesensätze 2011 blieben unverändert

Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Spesensätze 2011 konstant. Beruflich veranlasste Reisen für das Jahr 2011 werden deshalb zu denselben Spesensätzen abgerechnet wie im Vorjahr. Für das Inland liegen die Spesensätze 2011 für eine Abwesenheit von 24 Stunden bei 24 Euro. Liegt die Abwesenheit zwischen 14 und 24 Stunden, können 12 Euro und bei weniger als 14 aber mehr als 8 Stunden 6 Euro in der Spesenabrechnung angegeben werden. Auch bei Dienstreisen ins Ausland gab es bei den Spesensätzen 2011 keine Änderungen. Der Pauschalbetrag richtet sich dabei immer nach dem Ort, den der Reisende bis 24 Uhr Ortszeit erreicht hat. Bei eintägigen Reisen bzw. der Rückreise nach Deutschland gilt der Pauschbetrag des letzten Tätigkeitsortes im Ausland.

Die Spesensätze 2011 können entweder als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden oder der Arbeitgeber überweist diese ohne Lohnsteuerabzug als Auslagenersatz. Ob es sich um eine Geschäftsreise, eine Einsatzwechseltätigkeit oder eine Fahrtätigkeit handelt, spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist lediglich der Zeitraum der Abwesenheit. Zudem muss für die Reise für die Abrechnung der Spesensätze 2011 natürlich einen beruflichen Hintergrund besitzen.

Erhöhung der Spesensätze für 2012

Zum 01.01.2012 gab es im Vergleich zu den Spesensätzen 2011 einige Änderungen. Keine Änderungen zu den Spesensätzen 2011 gab es bei den Pauschalen für inländische Geschäftsreisen. Fürs Ausland wurden die Spesensätze 2011 jedoch mitunter deutlich heraufgesetzt. Lagen die Spesensätze 2011 beispielsweise für Brasilien bei maximal 41 Euro können 2012 nun bis zu 54 Euro pro Tag abgesetzt werden. Für einige Länder wurden im Vergleich zu den Spesensätzen 2011 auch Korrekturen nach unten vorgenommen. So sank der Spesensatz für Algerien von 48 auf 39 Euro. Dafür hat sich jedoch die Übernachtungspauschale deutlich von 80 auf 190 Euro erhöht. Mit den Tagesspesen wurden für die meisten Länder auch die Übernachtungspauschalen mehr oder weniger deutlich angehoben. Das Finanzministerium orientiert sich bei den Anpassungen der Spesen an der Preisentwicklung der verschiedenen Länder. So ist bei den südamerikanischen Ländern ein deutlicher Preisanstieg zu verzeichnen. Dasselbe gilt auch für die afrikanischen Staaten. In Asien zeichnet sich dagegen eine umgekehrte Entwicklung ab. Deshalb wurden die Spesensätze für viele Länder gesenkt.

Höhere Spesen auch für 2013

Auch 2013 wurden die Spesensätze durch das Finanzministerium überarbeitet. Für insgesamt 37 Länder wurden neue Spesensätze festgelegt. Bei der Mehrzahl der Länder wurden die Verpflegungspauschalen nach oben korrigiert. Nur für wenige Reiseziele können Geschäftsreisende 2013 geringere Beträge für Verpflegung und Übernachtung geltend machen. Unter anderem wurden die Spesensätze für Australien mitunter deutlich nach oben korrigiert. Lagen die Spesensätze 2011 noch zwischen 14 und 42 Euro erhöhen sich diese 2013 auf 19 bis 59 Euro. Auch für Geschäftsreisen nach Frankreich wurden die Pauschalen deutlich angehoben. Für einen ganztägigen Aufenthalt in Paris können bei einer Dienstreise statt bisher 48 nun 58 Euro abgesetzt werden. Für eine Reise nach Straßburg erhöhte sich die Pauschale von ebenfalls um 10 Euro von 38 auf 48 Euro. Neue Spesensätze gelten zudem auch für Marseille und Lyon.

Geschäftsreisende, die in Italien unterwegs sind, profitieren unter anderem in Rom und Mailand von höheren Spesensätzen. In den restlichen Städten Italiens kommt es zu einer leichten Absenkung der Pauschalen. Die komplette Liste mit allen aktuellen Spesensätzen wie auch den Spesensätzen 2011 kann auf der Webseite des Bundesministeriums für Finanzen heruntergeladen werden.

Software spart Zeit bei der Spesenabrechnung

Für die Berechnung der angefallenen Spesen können Geschäftsreisende auch eine entsprechende Software einsetzen. Dabei müssen lediglich die entsprechenden Reisezeiten und Ziele in das Programm eingegeben werden. Die Software ermittelt anschließend in wenigen Augenblicken die gültigen Pauschalen für Verpflegung und Pauschalen und erstellt die Spesenabrechnung. Auf diese Weise lässt sich jede Menge Zeit und Arbeit einsparen. Nutzer sollten darauf achten, dass die Software regelmäßig über Updates aktualisiert wird. Nur so ist sichergestellt, dass jederzeit die richtigen Spesensätze verwendet werden.

 

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