Gehalts- und Lohnabrechnung

Lohn- und Gehaltsbuchhaltung

10. November 2010

Arbeitsentgelte richtig buchen – was ist steuerfrei? Was steuerpflichtig?

Wer ein Unternehmen führt, der hat in der Regel eine Vielzahl an Mitarbeitern, die für die einzelnen Unternehmensbereiche entsprechend qualifiziert sind und dem zu Folge auch entlohnt werden müssen. In diesem Sinne stellt der Mitarbeiter dem Unternehmer seine Arbeitskraft zur Verfügung und erhält als Vergütung hierzu ein Arbeitsentgelt.
Dieses Arbeitsentgelt stellt für den Betrieb einen Aufwand dar. Sie sind maßgeblich daran beteiligt, ob ein Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt, wie hoch der Gewinn am Ende des Jahres ausfällt und wie hoch die Verkaufspreise kalkuliert werden müssen.

Am Ende eines Monats wird es in den Lohnbüros dann meist recht turbulent, denn es gilt die sogenannten Löhne- und Gehälter vorzubereiten. Jeder Mitarbeiter, ob in Fertigung oder Büro arbeitend, hat hier sein eigenes Gehaltskonto, aus diesem der monatlich zu zahlende Betrag berechnet wird.

Steuerpflichtiger Arbeitslohn

Grundsätzlich ist bei der Zahlung von Löhnen und Gehältern natürlich die Lohnsteuer hier an erste Stelle zu setzen. Die Lohnsteuer nimmt in der Regel die größte Position der steuerlichen Abzüge ein. Aber nicht nur die Lohnsteuer mindert das Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers. Eine Vielzahl an Abzügen verringert Monat für Monat das tatsächlich auszuzahlende Gehalt oder den Lohn, sodass sich hier meist eine Differenz zwischen Bruttolohn und Nettolohn erstreckt, die durchaus Hunderte von Euros betragen kann.

Der Arbeitslohn ist Gegenstand des Lohnsteuerabzuges. Hierzu zählen alle Einnahmen, die der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber erhält. Dies können beispielsweise regelmäßige Zahlungen oder Leistungen sein, oder auch nur einmalige Geldbezüge, Sachbezüge oder sogenannte geldwerte Vorteile.

Einmalzahlungen und regelmäßige Geldzahlungen

Zu den regelmäßigen Zahlungen gehören in diesem Sinne natürlich zunächst die Löhne und Gehälter an sich. Zusätzlich gezahlt werden hier jedoch oftmals auch vermögenswirksame Leistungen, Zuschläge für beispielsweise Sonn- und Feiertagsarbeit und Überstunden.
Darüber hinaus gibt es allerdings noch einige weitere Geldzahlungen, die vom Arbeitnehmer immer versteuert werden müssen. Hierzu zählen die Provisionszahlungen, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, das 13. Monatsgehalt, Entschädigungen und teilweise auch die Abfindungen. Diese zählt natürlich zu den Einmalzahlungen.

Sachbezüge und geldwerte Vorteile versteuern

Gleichermaßen wie die Geldzahlungen müssen natürlich auch die Sachbezüge ordnungsgemäß versteuert werden. Unter Sachbezüge verstehen sich beispielsweise Fahrkostenzuschüsse, die Überlassung von Firmenfahrzeugen für den privaten Zweck, kostenloser oder verbilligter Erhalt von Waren oder Dienstleistungen, freie oder verbilligte Verpflegung im Unternehmen, die Möglichkeit zur kostenlosen oder verbilligten Nutzung einer Firmenwohnung.
Alle diese Positionen sind für den Empfänger steuerpflichtig.

Steuerfreie Bezüge

Zusätzlich zu den zu versteuernden Bezügen, hat der Gesetzgeber jedoch auch einige Zuwendungen als steuerfreie oder als nur zum Teil steuerpflichtige Einkünfte deklariert.
Hier hinein fallen zum Beispiel alle Leistungen, die sich im Rahmen des Mutterschutzgesetzes bewegen. Weiterhin sind jedoch auch die Zahlungen von Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld und am Ende auch das Arbeitslosengeld steuerfrei. Diese unterliegen jedoch dem sogenannten Progressionsvorbehalt, dh., sie werden zu den anderen Einkünften hinzugezählt, sodass sie den tatsächlichen Steuersatz wiederum erhöhen.

Wer hier nicht sicher ist, welche Einkünfte wie zu versteuern sind, der wendet sich an die zuständigen Finanzbehörden, die hier anhand von Tabellen genauere Auskünfte erteilen können. Besonders der Progressionsvorbehalt sollte hier bei der Berechnung unbedingt mit einbezogen werden.

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