Buchhaltung

Weiterbildungen für Lohn- und Gehaltsbuchhalter

30. April 2013

Weiterbildung für Lohn- und GehaltsbuchhaltungLohn- und Gehaltsbuchhalter sind verantwortlich für die Organisation, Führung und Überwachung der gesamten Lohn- und Gehaltsbuchung innerhalb eines Unternehmens. Dabei müssen die geltenden Bestimmungen des Arbeits- und Tarifrechts ebenso eingehalten werden wie auch die Gesetzte zum Einkommenssteuerrecht und zum Sozialversicherungsrecht eingehalten werden. Zu den Aufgaben gehört die korrekte Durchführung der Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter sowie die fristgerechte Zahlung der anfallenden Steuern und Sozialabgaben. In Deutschland gibt es zum Berufsbild des Lohn- und Gehaltsbuchalters keine bestimmten Regelungen. Voraussetzung ist zumeist eine Ausbildung zum Buchhalter oder ein Abschluss als Buchhaltungsfachkraft. Mit einer entsprechenden Weiterbildung ist der Berufseinstieg jedoch für Absolventen einer kaufmännischen Ausbildung möglich. Somit ist der Beruf des Lohn- und Geschäftsbuchhalters auch für Quereinsteiger eine ideale Möglichkeit, um mit relativ wenig Aufwand eine führende Position im Unternehmen zu begleiten. Die Weiterbildung zum Lohn- und Gehaltsbuchhalter ist zudem eine sehr gute Möglichkeit, um sich auf eine weitere Fortbildung zum geprüften Personalfachkauf-mann/frau vorzubereiten.

Weiterbildungen der Industrie- und Handelskammer

Die Industrie- und Handelskammern bieten zahlreiche Seminare und Kurse für Lohn- und Gehaltsbuchhalter an. Die Seminare richten sich sowohl an Personen, die bereits in der Entgeltabrechnung tätig sind, wie auch an Menschen die eine solche Tätigkeit anstreben. Die meisten Kurse werden in Teilzeit angeboten und können somit neben dem bisherigen Beruf absolviert werden. Je nach Umfang der Wochenstunden dauern die Seminare etwa 2 Monate. Zum Abschluss erhalten die Teilnehmer ein entsprechendes IHK-Zertifikat.

Fernstudium zum Lohn- und Gehaltsbuchhalter

Eine Weiterbildung zum Lohn- und Gehaltsbuchhalter ist auch im Rahmen eines Fernstudiums möglich. Nahezu alle großen Fernschulen bieten mittlerweile einen entsprechenden Lehrgang an. Der Vorteil dabei ist, dass Teilnehmer sich die Lernzeit individuell einteilen können. Die Regelstudienzeit zum Lohn- und Gehaltsbuchhalter beträgt zumeist 6 Monate. Je nach Vorkenntnissen kann der Lehrgang jedoch auch schneller absolviert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die Regelzeit für einen gewissen Zeitraum kostenlos zu überschreiten. Die Kosten für ein Fernstudium liegen zumeist etwas über denen eines entsprechenden Seminars vor Ort.

Lohn- und Gehaltsbuchhalter mit DATEV

In zahlreichen Unternehmen wird die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung mit Software aus dem Hause DATEV erledigt. Wer sich für eine solche Position qualifizieren möchte, kann einen entsprechenden Lehrgang teilnehmen. Seminare hierzu werden ebenfalls von Industrie- und Handelskammern wie auch von zahlreichen Volkshochschulen angeboten. In den Seminaren werden neben der Anwendung der Software auch die grundlegenden Kenntnisse der Lohn- und Gehaltsbuchhaltung vermittelt. Zu den Lehrgangsinhalten gehört das Anlegen von Mandanten- und Kontenstammdaten, das Buchen der Vorgänge sowie auch das Auswerten der Finanzbuchführung.

Fördermöglichkeiten für die Weiterbildung nutzen

Wer sich für einen Job als Lohn- und Gehaltsbuchhalter weiterbildet, hat heutzutage gute Chancen auf eine staatliche Förderung. Die Regelungen zur Förderung sind unter anderem im dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) festgelegt. Gefördert wird die Teilnahme nicht nur für arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Arbeitnehmern. Auch wer aktuell in einem Beruf tätig ist, kann von einer entsprechenden Förderung profitieren. Ob eine Weiterbildung gefördert wird, obliegt dabei immer der Entscheidung der zuständigen Arbeitsagentur.

Allgemeine Fördervoraussetzungen

Die Teilnahme an einer Weiterbildung zum Lohn- und Gehaltsbuchhalter muss entweder zur Eingliederung in das Arbeitsleben oder zur Abwendung einer Arbeitslosigkeit erforderlich sein. Zudem kann die Weiterbildung auch aufgrund eines fehlenden Berufsabschlusses anerkannt werden. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, erhält der Betroffene durch die zuständige Arbeitsagentur einen Bildungsgutschein ausgehändigt. Auf diesem wird zum einen das Bildungsziel sowie die dafür vorgesehene Dauer und die regionale Gültigkeit ausgewiesen. Der Gutschein kann anschließend bei einem hierfür zertifizierten Bildungsträger eingelöst werden. Auf Basis des Gutscheins werden die Weiterbildungskosten zum Lohn- und Gehaltsbuchhalter direkt zwischen dem Bildungsträger und der ausgebenden Arbeitsagentur abgerechnet.

In der Förderung der enthaltenen Leistungen

Mit der Ausgabe des Bildungsgutscheins wird nicht nur bescheinigt, dass Weiterbildungskosten übernommen werden, sondern auch welche Arten von Kosten darin enthalten sind. Neben den eigentlichen Lehrgangskosten werden unter anderem auch die Fahrtkosten sowie Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung und für eine mögliche Kinderbetreuung übernommen. Wichtig ist dabei, dass bereits vor der Anmeldung zu einem Seminar die Genehmigung der zuständigen Arbeitsagentur vorliegt.

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