Buchhaltung

„Schuster, bleib bei deinen Leisten“ – Warum Buchführungshelfer so nützlich sind

25. Mai 2012

Buchhaltungshelfer

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Solche sprichwörtlichen Geschäftsweisheiten gibt es viele, aber kaum eine trifft es so auf den Punkt wie die des Schusters. In einem modernen Betrieb gilt es die unterschiedlichsten Aufgabenprofile zu bewältigen. Je nach Branche und Geschäftsmodell gliedern sich diese Bereiche im Kern in Produktion oder Dienstleistung sowie kaufmännische Tätigkeiten. Wie dem Schuster obliegt es nun also vielen Betrieben nicht nur ihr eigentliches „Handwerk“ auszuüben, sondern auch kaufmännische Geschäftsabwicklung zu bewältigen. Und nicht selten wird genau das zum Problem.

Vor allem Handwerksbetriebe profitieren von Buchführungshelfern

Der Handwerker eignet sich hervorragend als Beispiel, da gerade in kleinen Handwerksbetrieben, insbesondere Geschäftsneugründungen, mit jedem Euro gerechnet werden muss. Es liegt es also Nahe, dass der Inhaber eines solchen Betriebes möglichst viele der anfallenden Aufgaben selbst zu erledigen versucht. So spart er, zumindest primär, die Lohnkosten für eine Bürokraft. Sekundär bliebe zu überlegen, ob ein begnadeter Handwerker gleichzeitig auch ein findiger Geschäftsmann ist, oder zumindest über ausreichend Fachkenntnis verfügt um kaufmännische Buchführung zu erledigen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das zumindest fragwürdig. In der Tat scheitern viele Existenzgründungen nicht etwa an der fachlichen Kompetenz der Gewerbetreibenden in ihrem eigentlichen Fachgebiet, sondern schlicht und ergreifend an der Buchführung, bzw. den Steuerterminen und den damit zu leistenen Zahlungen.

Gute Buchführung kostet ein bisschen Geld – schlechte Buchführung kostet den Kopf!

Buchführungshelfer sind Dienstleister, die Gewerbetreibenden in Buchführung und steuerrelevanten Fragen und Aufgaben zur Seite stehen und diese für die Betriebe erledigen. In Deutschland existieren Auflagen, die nur einen bestimmten Personenkreis befugt in steuerrechtlichen Sachverhalten Hilfeleistungen anzubieten. Hierbei handelt es sich um Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerbevollmächtigte, vereidigte Buchprüfer und Steuerberater. Diese Auflagen gelten nur für externe Dienstleister, allerdings nicht für in einem Betrieb angestelte Buchhalter oder Bürofachkräfte. Kauft ein Betrieb also die Dienstleistung einer Buchführungshilfe extern ein, so kann er sich sehr sicher sein auch einen Fachmann an der Seite zu haben.

Im Falle unseres Beispielbetriebes würde der Handwerker über einen bestimmten Zeitraum Kassenbelege sammeln und ein grobes Kassenbuch führen, und diese dann bei seinem Buchführungshelfer, i.d.R. einmal im Monat, abliefern. Der Buchführungshelfer bringt dieses dann in eine Reinschrift, erledigt die kaufmännische Buchführung wie auch etwaige Korrespondenz mit dem zuständigen Finanzamt. Oftmals kümmern sich Buchführungshelfer auch um anstehende Betriebsprüfungen oder übernehmen die An- und Abmeldungen sowie Lohnbuchhaltung für Mitarbeiter, Angestellte oder geringfügig Beschäftigte. Der Umfang der Leistungen ist i.d.R. sehr vollständig und rund, bzw an den Bedürfnissen eines Betriebes ausgerichtet. Er deckt in jedem Fall alle Tätigkeiten ab, die in einer Buchhaltungsabteilung anfallen würden.

Mit Hilfe eines Buchführungshelfers kann sich der Inhaber eines Betriebes also auf seine eigentliche gewerbliche Tätigkeit konzentrieren, ohne Abende oder Wochenenden mit „Papieren“ verbringen zu müssen.

Guter Rat ist nicht immer teuer

Die Vorteile einer Buchführungshilfe liegen klar auf der Hand. Bei den Nachteilen spalten sich die Geister, denn kurioser Weise hört man überwiegend ausschliesslich den Einwand ein Buchführungshelfer wäre „zu teuer“. In dem Fall unseres Handwerksbetriebes lägen die Kosten für eine Buchführungshilfe deutlich unter 200 Euro. Und das selbst dann, wenn der Inhaber einer Firma noch einen Mitarbeiter beschäftigen würde. Im direkten Vergleich zu anderen monatlichen Betriebskosten läge ein externer Buchführungshelfer also immer noch unter den Kosten eines geringfügig Beschäftigten. Gemessen an Aufwand und ggf. sogar geschäftlichem Risiko des Inhabers stehen diese Kosten in einem guten Verhältnis und sind sozusagen „ihr Geld wert“. Im Falle einer Beschäftigung von Mitarbeitern spart der Betrieb sogar noch die kostenintensive Anschaffung von Buchhaltungssoftware (DATEV).

Die Wahl des richtigen Buchführungshelfers

Gerade Kleinbetriebe neigen dazu Hilfe im persönlichen Umfeld „einzukaufen“. Nicht selten wird der Schwager eingespannt die Webseite zu gestalten, weil er „gut in Computern“ kann, und der Freund der Tochter kümmert sich um den Druck der Flyerwerbung. Fachliche Qualifikation stehen dabei nicht immer im Vordergrund. Bei der Wahl von Hilfe in steuerrelevanten Sachverhalten, und somit für den Betrieb existenziellen Fragen, sollte man richtigen Fachleuten überlassen. Ebenso wie bei der Wahl des Hausarztes ist Vertrauen und das Gefühl in guten Händen zu sein ein nicht unwichtiger Punkt fruchtbarer Zusammenarbeit. Es empfiehlt sich also das persönliche Gespräch. Bereits hier können Rahmenbedingungen definiert und Fragen beantwortet werden. In der Regel werden Buchführungshelfer bereits bei Geschäftsgründungen große Hilfe leisten können, so dass sich die Wahl eines solchen Dienstleisters von Anfang an lohnt.

Denn für den geschäftlichen Erfolg braucht man drei Dinge: eine gute Idee, ein Quentchen Glück und einen gewitzten Buchhalter.

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