Buchhaltung

Doppelte Haushaltsführung Eigentumswohnung – hier kann man Steuern sparen

14. Juni 2011

Nicht jedem ist es vergönnt, einen Arbeitsplatz gleich in unmittelbarer Nähe zum Wohnort zu haben. Die meisten Leute haben immer einen mehr oder weniger langen Arbeitsweg, den sie entweder mit dem eigenen Auto oder mit Bussen oder Bahnen zurücklegen müssen. Nur in seltenen Fällen und/oder bei guter körperlicher Verfassung kann auch das Fahrrad mal herhalten, um ein paar Kilometer bis ins Büro zu radeln. Je nach Entfernung schließen sich zudem oftmals auch Fahrgemeinschaften zusammen, um zum einen entspannter zu fahren und um zum anderen natürlich auch die Kosten zu sparen. Aber Achtung: Bei der jährlichen Einkommensteuererklärung darf dann entsprechend der gefahrenen Kilometer keine volle Kilometerabrechnung mehr eingereicht werden.

Für viele Arbeitnehmer ist der Fahrtweg zur Arbeitsstelle jedoch so weit, dass ihnen kein tägliches Pendeln zugemutet werden kann, bzw. dieses auch gar nicht gewünscht ist. In diesem Fall nimmt der Arbeitnehmer dann einen Zweitwohnsitz am Arbeitsplatz auf und pendelt nur an den Wochenenden nach Hause.

Doppelte Haushaltsführung und Eigentumswohnung bringen steuerliche Vorteile

Wie die Erfahrung immer wieder zeigt, wird für die doppelte Haushaltsführung in der Regel nur ein kleines Zimmer oder ein …

winziges Appartement gemietet. Da der Aufenthalt hier nur auf wenige Stunden nach der Arbeit begrenzt ist, ist der Arbeitnehmer vielfach nicht daran interessiert, sich eine gemütliche Zweitwohnung zu schaffen. Außerdem sollen meist auch die Kosten so niedrig wie möglich gehalten werden, da nur die wenigsten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern die doppelte Haushaltsführung finanzieren wollen. Aber es muss nicht nur das winzige Wohnheimzimmer sein, was sich steuerlich absetzen lässt. Auch der Kauf einer Eigentumswohnung rentiert sich für die doppelte Haushaltsführung, da auch diese zum einen abgesetzt werden kann und zum anderen wesentlich größere Vorteile bei der jährlichen Steuererklärung bringt.

Eigentumswohnung und doppelte Haushaltsführung passen steuerlich gut zusammen

Für eine beruflich veranlasste doppelte Haushaltsführung hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, die hierfür anfallenden Mehraufwendungen steuerlich abzusetzen. Alternativ kann jedoch auch der Arbeitnehmer von den steuerlichen Vergünstigungen profitieren. Dies ist im Vorfeld zu klären.
Möchte der Arbeitgeber hier außen vor bleiben, kann der Arbeitnehmer die Kosten für die Zweitwohnung bei doppelter Haushaltsführung als Werbungskosten abziehen.
Was viele aber nicht wissen: Selbst wer eine Eigentumswohnung am Ort der Arbeitsstätte kauft, kann die Mehraufwendungen für die doppelte Haushaltsführung hier genauso wie eine gemietete Wohnung von der Steuer absetzen.

Finanzgericht entscheidet bei der doppelten Haushaltsführung für das Absetzen einer Eigentumswohnung

Wie oben bereits erwähnt, gehen die meisten Arbeitnehmer dazu über, für den Zweitwohnsitz am Ort des Arbeitsplatzes eine nur kleine Wohnung oder ein Zimmer anzumieten. Einige Arbeitnehmer jedoch wollen es auch unter der Woche luxuriös und komfortabel haben, sodass diese weder Kosten noch Mühen scheuen, um sich auch in der Ferne gut und stilvoll einzurichten. Viele Finanzämter tolerieren dies jedoch nicht und lassen die oftmals horrenden Werbungskosten hierfür auch nicht abziehen. Nicht nur im Streitfall gewähren die Finanzbehörden einen Abzug bis zu einer Wohnungsgröße von 60 qm bei einem Einpersonenhaushalt. Wer mehr Raum mietet, kann dies in der Regel nicht absetzen.

Wer jedoch eine Eigentumswohnung bei der doppelten Haushaltsführung angeben möchte, der kann dies ohne Weiteres tun. Eigentumswohnungen werden hier im Vergleich wie eine Mietwohnung gesehen und dürfen mit gleicher Quadratmeterzahl als Werbungskosten für die doppelte Haushaltsführung abgezogen werden.

Aktuell werden zahlreiche Finanzgerichte mit der Prüfung dieser Sachverhalte betraut. Viele Arbeitnehmer klagen aufgrund der unterschiedlichen Mietspiegel der einzelnen Städte auf Kostenübernahme. Die die zuständigen Gerichte letztendlich jedoch entscheiden ist derzeit noch unklar. Deshalb gilt, wer Kosten für die doppelte Haushaltsführung absetzen will, darf bei einem Einpersonenhaushalt die Höchstgrenze der abzugsfähigen Quadratmeterzahl nicht überschreiten.
Beim Kauf einer Eigentumswohnung hingegen gelten die gleichen Regeln, wie bei jeder anderen Mietwohnung, die für den Zweitwohnsitz am Arbeitsplatz gemietet wurde.

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