Buchhaltung Grundlagen

Was muss man unter “Die Grundlagen der Buchführung” verstehen?

25. Juni 2012

Obwohl es in der Regel fast allen Existenzgründern lästig oder bedeutungslos erscheint, ist das Thema „Die Grundlagen der Buchführung“ äußerst wichtig. Jede Buchführung schildert die Ertragslage und die finanzielle Situation eines Betriebes oder Unternehmens. Sie ist Teil des Rechnungswesens, zeichnet alle Betriebsvorfälle auf und vermittelt so – im Idealfall- ein genaues Abbild aller geschäftlichen Abläufe.

Die Buchführung, die auch als „Finanzbuchhaltung”, als „Geschäftsbuchhaltung” oder im anglichen Raum, als sogenannte Financial Accounting kenntlich gemacht wurde, gehört zum externen Rechnungswesen – die Vorgänge in der Buchführung sind rechtlich geregelt. Der Betrieb muss sich in der Ausführung streng an die Vorschriften halten. Man sollte deswegen die Grundlagen der Buchführung zumindest soweit beherrschen, dass man die Zahlen vom Steuerberater oder vom Buchhaltungsbüro versteht bzw. in der Lage ist, die Buchhaltung vorzubereiten.

Die Gesetze verpflichten den Unternehmer zur Buchführung.

Das Rechnungswesen bzw. besonders die Buchführung unterliegt gesetzlichen Grundlagen. Die Handelsgesetze verlangen von einem Geschäftsmann, dessen Gewerbebetrieb einen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert oder in das Handelsregister eingeschrieben ist, das Verwalten von Handelsbüchern nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchhaltung. Für Leute der selbstständigen Berufe und sogenannte Nichtkaufleute reicht die einfache Form der Buchführung – die Einnahmen-Überschussquitung. Alle wichtigen Infos zum Thema Grundlagen der Buchführung sind nicht nur im Handelsgesetzbuch, sondern auch im Steuerrecht zu finden.

„Bei Verstößen gegen die gesetzlichen Grundlagen der Buchführung können unterschiedliche Strafen ausgesprochen werden, wie z. B. Geldbußen, Zwangsgelder oder auch Freiheitsstrafen“ sagte der Buchhalter Herr. Luther.

Die Buchführung dokumentiert jeden Geschäftsfall

Unter Geschäftsvorfällen wird alles in Zahlenwerten festgehalten und wirtschaftlich anerkannte Vorgänge, wie Güterbewegungen (Warenverkauf) oder Zahlungsvorgänge genannt. Man soll sich alle möglichen Buchungsarten anschauen, damit es ganz klar wird, was unter einem Geschäftsfall zu verstehen ist. Es gibt verschiedene Buchungsarten oder auch Buchungstypen. Jeder Geschäftsfall verändert die Bilanz.
Pro Geschäftsfall – pro Buchungsart – ändern sich wenigstens zwei Bilanzpositionen! Bei dem Buchungsart Aktivtausch nimmt ein Aktivposten zu, ein anderer dagegen nimmt ab. Die Bilanzsumme wird auf dieser Art und Weise weder verringert noch erhöht. Das Pendant zum Aktivtausch ist der Passivtausch: Ein Posten auf der Passivseite wird maximiert, ein anderer minimiert.

„Die Bilanzquote bleibt dabei gleich. Bei der nächsten Buchungsart, nämlich einer Aktiv-Passiv-Mehrung wächst die Bilanzsumme – es findet also ein Wertezuwachs statt“, berichtete Herr Duppe, der Präsident von HBBG.

Dabei nimmt nicht nur ein Aktivposten, sondern auch ein Passivposten an Wert zu. Ganz anders sieht das Ganze bei einer Aktiv-Passiv-Minderung aus, die Bilanzsumme wird nämlich vermindert – es fließt also Kapital aus dem Unternehmen. Dabei nimmt keine Aktivposition und auch keine Passivposition an Wert zu.

Zusammengefasst, was bedeutet eigentlich “Die Grundlagen der Buchführung”: Durch die sogenannte systematische und auch lückenlose Aufzeichnung sämtlicher Geschäftsvorfälle beschreibt die Buchführung die jeweiligen Tätigkeit des Unternehmens und macht somit auch eine externe Rechenschaftslegung gegenüber Anteilseignern, den bezogenen Banken, dem Bund und der Öffentlichkeit möglich.

Buchführung wird kurz und landläufig manchmal als „Doppik” bezeichnet

Diejenigen, die mehr über die Grundlagen der Buchführung erfahren möchten, sollen auf jedem Fall etwas über die doppelte Buchführung wissen. Bei der “Doppik” wird der Periodenerfolg auf zweifache Weise ermittelt: zum einen durch einen Bestandsvergleich über den Ausgleich, zum anderen durch die Gewinn- und Verlustquittung. Außerdem werden bei der gesamten Verbuchung der verschiedenen Geschäftsvorfällen immer auch zwei Konten beteiligt und es findet sowohl die getrennte und chronologische als auch die sachliche Erfassung statt. Durch diese doppelte Buchung ist gleichzeitig eine Überprüfung für die Vollständigkeit der ermittelten Ergebnisse sichergestellt.

Wie soll eine ordnungsgemäße Buchführung aussehen?

Was man noch zum Thema „Die Grundlagen der Buchführung“ wissen sollte, ist natürlich, wie eine ordnungsgemäße Buchführung eigentlich aussehen soll.

Die zwei generellen Prinzipien lauten:

–Wahrheit, es ist Pflicht alles so zu verbuchen und einem Fachmann zu mitteilen, wie es auch wirklich passiert ist.

Klarheit, als Grundsatz, dass alle Unterlagen, Belege, Dokumentationen verständlich und leicht und dabei auch vor Fälschung geschützt, sein müssen.

„Weitere Grundsätze einer ordnungsgemäßen Buchhaltung, welche nicht nur in schriftlichen Formen gegeben wurden, beruhen auf Erfahrungen aus der Praxis und Empfehlungen aus Wissenschaft und Rechtsprechung“, führte Duppe an.

Die Hauptsache in den Grundlagen der Buchführung ist die Belegnotwendigkeit, welche meint, dass keine Buchung in der Buchführung vorgenommen werden darf, für die es keine schriftliche Quittung gibt. Es kann nicht nur um einen Beleg gehen, welcher in der Transaktion entstanden ist, sondern auch wie bei einer Rechnung oder einer Quittung oder aber um einen Eigenbeleg, genau gesagt, um eine Gehaltszahlung festzuhalten.

Man soll noch zum Thema „Die Grundlagen der Buchführung“ kurz bemerken, dass alle Belege theoretisch einer Revision standhalten und bis zu 6 Jahre aufbewahrt werden müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*