Buchhaltung Grundlagen

Umsatzsteuer Internet

5. Mai 2011

Beim eCommerce die steuerlichen Pflichten nicht vergessen

Wer selbstständig tätig ist, sei es, weil er ein Architekturbüro, eine Schneiderei oder ein Internetshop betreibt, ist ab einer gewissen Einkommensgrenze umsatzsteuerpflichtig, dh., er muss monatlich oder quartalsmäßig Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen.

Bei örtlichen Geschäftsbetrieben ist das den meisten Unternehmern klar; dass jedoch auch der klassische eBay-Verkäufer Umsatzsteuer zahlen muss, wird oftmals vergessen. Zwar ist es sehr einfach als gewerblicher Verkäufer tätig zu werden und diesbezüglich auch einen Onlineshop zu errichten, die Umsatzsteuer Internet allerdings findet…

zumindest am Anfang der neuen Tätigkeit eher wenig Beachtung.

Umsatzsteuer Internet – Grundsatz

Die Umsatzsteuer ist aus dem Grundsatz entstanden, dass für alle Waren, die das Unternehmen verlassen, und auch für alle erbrachten Dienstleistungen anschließend ein festgelegter Steueranteil an das zuständige Finanzamt abgeführt werden muss. Da ein Großteil der Unternehmen jedoch eigene Waren produzieren und hierfür ebenfalls Produkte einkaufen müssen, ist es erlaubt, die hier gezahlte Mehrwertsteuer (in diesem Fall wäre das die Vorsteuer) von der zu zahlenden Umsatzsteuer abzuziehen. Dies gilt allerdings nicht nur für Wareneingangsrechnungen, sondern für alle Eingangsrechnungen, auf denen die Mehrwertsteuer berechnet wurde.

Umsatzsteuer Internet – die Voraussetzungen

Die Umsatzsteuer muss natürlich nur der an das Finanzamt abführen, der auch als Unternehmer tätig ist. Privatpersonen, die beispielsweise bei ebay vereinzelt Artikel verkaufen, sind nicht steuerpflichtig, d. h., für sie entfällt die Umsatzsteuer Internet.

Weiterhin muss darauf geachtet werden, dass die Umsätze des eCommerce immer im Inland abgewickelt werden. Auch hier muss wieder auf den klassischen eBay-Verkauf hingewiesen werden, da besonders hier die Waren auch in die Schweiz oder nach Österreich verschickt werden.

Umsatzsteuer Internet entfällt bei Kleinunternehmern

Wer seinen Internet- oder Ebay-Shop nur nebenberuflich oder in einem kleinen Rahmen betreibt, der läuft steuerlich in den meisten Fällen unter der sogenannten Kleinunternehmerregelung. Hier kommt der § 19 (Abs. 1) des Umsatzsteuergesetzes zum Tragen, der besagt, dass Unternehmer, die im vergangenen Kalenderjahr keine Umsätze über 17.500 Euro getätigt haben und im laufenden Jahr diese die Grenze von 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen werden keine Umsatzsteuervoranmeldungen abzugeben brauchen. Ist dies der Fall, muss auch die Umsatzsteuer Internet nicht aufgeführt und an das Finanzamt abgeführt werden. Ein Vorsteuerabzug ist dann jedoch entsprechend ebenfalls nicht möglich.

Umsatzsteuer Internet – Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Besonders im Zusammenhang mit den diversen Internetverkäufen taucht immer wieder auch die Frage nach der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer auf. Viele Unternehmer wissen nicht, ob die reguläre Steuernummer ausreicht, oder ob doch explizit eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angefordert werden muss. Im Rahmen der ordnungsgemäßen Anbieterkennzeichnung ist die Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer jedoch nur dann Pflicht, wenn auch eine diesbezügliche Identifikationsnummer vorliegt, dh. beantragt wurde.

Gewerbeanmeldung für den Internetshop

Ob ein Gewerbe angemeldet werden muss, ist besonders bei den ebay-Verkäufen nicht immer klar ersichtlich. Viele als privat deklarierte Verkäufer veräußern monatlich so viele Artikel, dass hier eigentlich von einem gewerblichen Verkauf ausgegangen werden muss. In vielen Fällen werden diese sogenannten privaten Verkäufer dann zunächst abgemahnt und in einem weiteren Schritt dann auch dem Finanzamt gemeldet.

Grundsätzlich muss deshalb eine Gewerbeanmeldung gemäß § 14 der Gewerbeanmeldung dann erfolgen, wenn der Unternehmer gewerblich tätig ist, bzw. die erzielten Umsätze auf eine gewerbliche Tätigkeit hinweisen.

Das Gewerbe selbst unterliegt dem Einkommensteuergesetz, da hier davon ausgegangen werden muss, dass mit dem Gewerbe Gewinne erzielt werden sollen. Dies ist auch dann der Fall, wenn es sich um eine nebengewerbliche Tätigkeit handelt.
Auch ist es als unerheblich zu sehen, ob das Unternehmen tatsächliche Gewinne macht oder ob es letztendlich doch mit einem Verlust und roten Zahlen abschließt –das Gewerbe muss entsprechend angemeldet werden.

Nach der Gewerbeanmeldung kann der Jungunternehmer dann jedoch entscheiden, ob er zunächst als Kleinunternehmer tätig sein will (in diesem Fall wird die Umsatzsteuer Internet nicht separat ausgewiesen) oder ob er gleich auch die Regelbesteuerung wählt.

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