Buchhaltung Grundlagen

Rechnungswesen verstehen

15. Mai 2013

Rechnungswesen verstehenBereits in der Schulzeit und im Studium kommen Menschen mit dem Begriff Rechnungswesen in Berührung. Aber grundsätzlich ist das Rechnungswesen für kleine und große Unternehmen von großer Bedeutung. Viele Unternehmer sind der Annahme, dass die Buchführung und das Rechnungswesen sehr schwierig und unübersichtlich sind. Prinzipiell wird das Rechnungswesen in die Vergleichsrechnung, in das interne und das externe Rechnungswesen gegliedert. Es ist also wirklich ein recht komplexes Thema, welches aber für jeden Unternehmer wichtig ist. Wer das Rechnungswesen verstehen möchte, der sollte sich über die wichtigsten Bereiche informieren. Hierzu zählen hauptsächlich die Bereiche des externen Rechnungswesens.

Was gehört zu der Vergleichsrechnung

Bei einer Vergleichsrechnung beziehungsweise einer betriebswirtschaftlichen Statistik kommt es zum Vergleich eines Unternehmen mit anderen Unternehmen. Die verglichenen Unternehmen gehören hierbei derselben Branche an und sind ungefähr von derselben Größe. Weiterhin wird die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens analysiert und bewertet. Bei Bedarf kommt es auch zu Korrekturen.

Was beinhaltet das externe Rechnungswesen

In diesen Bereich des Rechnungswesens gehören die Buchführung, die Bilanzierung und die Jahresabschlusserstellung. Unter Buchführung wird die lückenlose Aufzeichnung der anfallenden Geschäftsvorfälle, durch Belege, in einem Unternehmen verstanden. Hierbei werden alle Belege in Gruppen zusammengefasst und geordnet. Viele Unternehmen sind dazu verpflichtet und müssen sich daher mit der Buchführung auseinandersetzen. Die Vorschriften variieren von Gesellschaftsform zu Gesellschaftsform. Im Handelsgesetzbuch werden die Form und die Inhalte detailliert vorgeschrieben. Es gilt hierbei, dass alle Vollkaufleute zu dieser vorgeschriebenen Form verpflichtet sind. Kleine Betriebe oder auch Freiberufler dürfen das vereinfachte Verfahren, die Einnahmeüberschussrechnung, verwenden. Egal, ob das vereinfachte Verfahren oder die generelle Form angewendet wird, der Grundsatz der Buchführung lautet auf jedem Fall: „Keine Buchung ohne Beleg“. Fehlt ein Fremdbeleg, dann ist es notwendig, einen Eigenbeleg zu erstellen.

Ein Teil des Jahresabschlusses ist die Bilanzierung. Die Hauptaufgaben der Bilanzierung sind die Dokumentation und die Gewinnermittlung. Es gibt in der Bilanzierung verschiedene Bilanzarten. Hierzu zählen die Eröffnungsbilanz, die Sonderbilanzen, die Handelsbilanzen, die Einzelbilanzen und die laufenden Bilanzen. In Deutschland besteht eine Bilanz aus einer Aktiv- und einer Passivseite. Zur Aktivseite gehören das Umlauf- und das Anlagevermögen. Die Passivseite wird durch das Eigenkapital, Verbindlichkeiten und Rückstellungen geprägt. Immer an einem ganz bestimmten Stichtag erfolgt die Bilanzierung eines Unternehmens. An diesem Tage sieht der Unternehmer, wo sein Unternehmen steht und wohin die Tendenz des Erfolgs des Unternehmens geht.

Zum Jahresabschluss eines Unternehmens gehören die Bilanzierung und die Erstellung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Hierbei wird der Abschluss eines Jahres rechnerisch ermittelt und der Unternehmererfolg dargestellt. Allerdings muss nicht jeder Unternehmer einen Jahresabschluss erstellen. Dies hängt ganz alleine von der Gesellschaftsform des jeweiligen Unternehmens ab.

Wozu wird ein internes Rechnungswesen benötigt

Sicher fragen sich nun viele, wozu nun noch ein internes Rechnungswesen benötigt wird. Wer das Rechnungswesen verstehen möchte, der benötigt auch Kenntnisse in diesem Bereich. Das interne Rechnungswesen ist vielfach auch unter Controlling bekannt und es hat die Aufgaben der Planung, Kontrolle und Koordinierung. Hauptsächlich ist das Controlling jedoch dafür da, dass Entscheidungen über notwendige Veränderungen gefunden werden. Natürlich ist nicht alleine das Controlling für die Entscheidungen zuständig. Das übergeordnete Management entscheidet letztendlich. Für die Entscheidungen sind sowohl das Controlling als auch noch viele weitere Faktoren zuständig.

Das Controlling setzt sich aus der Kostenträgerrechnung, der Kostenstellenrechnung, der Kostenartenrechnung und der Kostenträgerstückrechnung zusammen. So kompliziert, wie es sich anhört, ist es allerdings nicht. Durch die Kostenträgerrechnung, die auf der Kosten- und Leistungsrechnung basiert, bekommt der Unternehmer eine Übersicht über die entstandenen Kosten.

Die Kostenstellenrechnung wiederum dient im internen Rechnungswesen prinzipiell als Hilfsmittel für die eigentliche Kostenträgerrechnung. Hierbei werden die einzelnen Kostenbereiche aufgeführt und die Verbindung der Kostenbereiche zueinander.

Aufwendungen und Leistungen eines bestimmten Zeitraumes werden in der Kostenartenrechnung gelistet. Hierbei muss die Kostenartenrechnung jedoch in verschiedene Kostenarten unterteilt werden. Zu den Kostenarten zählen generell die betrieblichen Funktionen, die Produktionsfaktoren, kalkulatorische Kosten, aufwandsgleiche Kosten die die Kostengüterquelle.

Nun wird nur noch die Kostenträgerstückrechnung benötigt. Die Kostenträgerstückrechnung bezieht sich auf genau ein Produkt und die Kosten. Um die Kosten eines Produktes auszurechnen, gibt es mehrere Methoden. Hierbei kommt es darauf an, welche Produktionsart angewendet wird.

 

Eine Antwort auf Rechnungswesen verstehen

Buchhalterin sagt:
5. Juli 2013 um 17:17

Das ist alles ganz hervorragend erklärt, aber ich finde, dass es immer auch einer Schulung bedarf in Sachen Buchhaltung. Es gibt da so viele Handgriffe, die man sich zeigen lassen muss! Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen ist eine für den Betrieb zugeschnittene Buchhaltungssoftware fast unabdingbar. Beherrscht man die, so gehen bestimmte Prozesse viel einfacher voran, Abläufe sind einsichtiger. SAP Business One ist da eine speziell für die KMU kostengünstige ERP-Lösung. In der Software vorkonfigurierte Geschäftsprozesse ermöglichen ein passgenaues Handeln. Natürlich ist das Grundwissen um die Buchhaltung unabdingbar, aber möchte man einen präzisen Einblick in die Wirtschaftlichkeit bekommen, empfehle ich eine gute Buchhaltungssoftware.

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