Buchhaltung Grundlagen

Das Eigenkapital – damit Wirtschaftlichkeit planbar bleibt

24. September 2010

Die Gründung eines eigenen Unternehmens erfordert in der Regel nicht nur eine gute Geschäftsidee, sondern auch einen gewissen Anteil an privatem Eigenkapital. Erfolgt die Gründung nicht ausschließlich mittels Fremdkapital, kann das Geschäft meist mit einem leichteren Start beginnen und steht zudem noch auf festeren finanziellen Beinen. Die Bezeichnung Eigenkapital ist darüber hinaus eng mit Buchführung verbunden. Neben der Umsetzung der eigenen Geschäftsidee ist es hier ebenfalls dringend erforderlich, sich auch im Bereich der Buchhaltung auszukennen oder diesbezüglich jemanden einzustellen. Das Führen einer Buchhaltung ist den Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben, d. h., jeder der ein Unternehmen gründet und hierüber seine Geschäfte abwickelt, ist verpflichtet, über die Ein- und Ausgaben Buch zu führen. Daher auch der Name Buchführung. Die Grundlagen einer unternehmerischen Buchhaltung sind die Voraussetzung, um ein Unternehmen …auch wirtschaftlich zu führen. In größeren Unternehmen wird dies von der Buchhaltung und dem sogenannten Controlling übernommen. Eine eigens für die Führung der Geschäftsvorgänge zuständige Abteilung, die sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigt und nicht selten sogar diesbezügliche Studien vorweisen kann. In kleineren Betrieben muss sich der Geschäftsführer hingegen selbst mit der Buchhaltung auseinandersetzen oder diese gar selbst führen. Die Buchführung ist zwar gesetzlich vorgeschrieben, dient allerdings auch dem Unternehmen selbst, einen ständigen Überblick über die Finanzlage zu behalten. Wer diesen nicht hat oder verliert, wird hier schnell einen wirtschaftlichen Misserfolg erleben, der oftmals auch das Ende eines ganzen Unternehmens bedeutet.

Wie wichtig ist das Eigenkapital?

Doch was genau wird in der Buchführung alles festgehalten? Zunächst einmal ist das Ziel der Buchführung eine Gegenüberstellung des Kapitals herzustellen. Das Eigenkapital im Unternehmen ist jedoch nicht nur das zur Verfügung stehende Barvermögen. Zum Begriff Eigenkapital des Betriebes zählen auch alle materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände, wie Fahrzeuge, Immobilien und Ausstattungen, Wertpapiere und Aktien und auch das Fremdkapital. Das Fremdkapital eines Unternehmens sind in erster Linie die Darlehen, die dem Betrieb von Banken und anderen Kreditinstituten zur Verfügung gestellt werden. Je höher der Anteil am Eigenkapital ist, desto größere Chancen hat ein Unternehmen, bei Beantragung neuer Mittel, diese auch genehmigt zu bekommen. Denn dies stellt explizit die Sicherung für die zu gewährenden Kredite dar.

Ein Unternehmen hat in diesem Sinne einen stetigen Fluss aus Einnahmen und Ausgaben, den sogenannten Geschäftsfällen, die sich auch in der Buchhaltung widerspiegeln. Diese hält alles fest, was an Gelder in das Unternehmen einfließt und darüber hinaus auch, was vom Unternehmen zu zahlen ist. Diese Feststellung von Vermögen und Schulden ermöglicht es erst, einen wirtschaftlichen Betrieb zu führen, denn nur hierüber können die betrieblichen Gewinne oder Schulden, der Erfolg oder Verlust, ermittelt werden. Im Grunde genommen ist es wie beim Führen eines privaten Haushaltsbuchs. Sind hier die Ausgaben auf Dauer höher, als die Einnahmen, kommt es in der Regel zum finanziellen Desaster.

Da die Wirtschaft nicht planbar ist und alles vielen unterschiedlichen Faktoren unterliegt, ist ein Unternehmen stets bemüht, aus guten Zeiten, welche sich durch einen rentablen Umsatz zeigen, eine Rücklage an Eigenkapital bilden. Dies kann möglich sein, indem man aus dem erwirtschafteten Gewinn, Gelder nicht mehr in das tägliche Geschäft einfließen lässt, sondern anderweitig anlegt. Damit kann ein Unternehmen sein passives Eigenkapital erhöhen und so auch in schwierigeren Zeiten bestehen. Die Rücklagenbildung ist ein wichtiger Schritt, den ein Unternehmen machen muss, um auch auf Dauer am Markt Bestand haben zu können. Ein gutes Bilanzergebnis sowie ein hohes Maß an Eigenkapital sichert auf Dauer das Fortbestehen des Unternehmens, denn kaum ein Betrieb ist in der Lage auf Dauer auf Fremdkapital angewiesen zu sein.

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