Buchhaltung Grundlagen

Buchführung Grundlagen: Tipps zur richtigen Buchhaltung

1. Februar 2010

Eine korrekte und übersichtliche Buchhaltung ist die wichtigste Grundlage für den unternehmerischen Erfolg. Während man unter der Buchhaltung die organisatorische Einheit versteht, bezeichnet man die auszuführenden Tätigkeiten mit dem Begriff Buchführung.

Wie aufwendig die Buchhaltung gestaltet werden muss, hängt nicht zuletzt von der Art des Unternehmens ab. Einzelunternehmer sind in der Regel nicht bilanzierungspflichtig. Das gilt auch für viele klein- und mittelständische Unternehmen. Dem Finanzamt gegenüber wird hier eine Gewinn- und Verlustrechnung zur Ermittlung der betrieblichen Steuern abgegeben.

Im Bereich der Buchhaltung unterscheidet man folgende Abteilungen:

Die Finanzbuchhaltung

Mit Hilfe der Finanzbuchhaltung wird das unternehmerische Gesamtergebnis des Unternehmens ermittelt. Vereinfacht dargestellt bedeutet dies, dass alle relevanten finanziellen Bewegungen (Erträge und Ausgaben) des Unternehmens erfasst und auf entsprechenden Konten (Kostenstellen) verbucht. Am Ende des Jahres (zur besseren Übersicht quartalsweise) werden diese Konten abgeschlossen und daraus die Gewinne und Verluste des Unternehmens ermittelt.

Die Debitorenbuchhaltung

Im Bereich der Debitorenbuchhaltung werden alle offenen Forderungen des Unternehmens gegen seine Kunden verbucht. Eine konsequente Debitorenbuchhaltung ermöglicht ein gutes Forderungsmanagement und verhindert somit Ausfälle, die durch verspätete Zahlungseingänge entstehen können. Dadurch wird die Forderungsausfallquote des Unternehmens positiv beeinflusst.

Die Kreditorenbuchhaltung

In der Kreditorenbuchhaltung werden alle Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens verarbeitet. Hierzu gehören neben den laufenden Betriebskosten auch die Zahlungsverpflichtungen gegenüber Lieferanten und anderes. Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung geben einen guten Überblick über Außenstände und Verbindlichkeiten und damit auch eine Tendenz der betrieblichen Erfolgsrechnung.

Die Anlagenbuchhaltung

Während ein Einzelunternehmer in der Regel keine Anlagenbuchhaltung durchführen wird, kann diese für klein- und mittelständische Betriebe von entscheidender Bedeutung sein. Die Anlagenbuchhaltung gehört zum Bereich der Finanzbuchhaltung. Hier werden die Anlagegüter des Unternehmens erfasst, wie zum Beispiel Maschinen, Einrichtungen und Firmenfahrzeuge. Für jedes Anlagegut wird ein eigenes Unterkonto angelegt, auf dem auch die jährlichen Wertabschreibungen erfasst werden. Damit ist jederzeit ein Überblick über das Anlagevermögen gegeben.

Die Personalbuchhaltung

Unternehmer, die Mitarbeiter beschäftigen, werden die Lohn- und Gehaltskosten und die Personalverwaltung im Bereich der Personalbuchhaltung abwickeln. Lohn- bzw. Gehaltskosten und auch die Lohnnebenkosten sind ein Faktor, der das betriebliche Ergebnis erheblich beeinflusst.

Die Lagerbuchhaltung

Im Bereich der Lagerbuchhaltung werden alle materialwirtschaftlichen Vorgänge erfasst. Lagerkosten stellen einen erheblichen Kostenpunkt in jedem Unternehmen dar und sollten deshalb auch bevorzugt im Auge behalten werden.

Weiterführend können noch die Kostenrechnung (als Teil der Finanzbuchhaltung) und die Investitionsrechnung (für Investitionsplanungen in den Betriebsausbau) genannt werden.

Jeder Einzelunternehmer, aber auch Inhaber klein- und mittelständischer Betriebe müssen sich die Frage stellen, wie sinnvoll es ist, die Buchhaltung des Betriebes selbst durchzuführen. Wie wirtschaftlich die Buchhaltung in Eigenregie ist, muss der Unternehmer für sich selbst entscheiden.Es gibt sicher eine Reihe von Alternativen, über die sich das Nachdenken lohnt. Die Einstellung einer Buchhaltungskraft ermöglicht eine fachgerechte Buchführung vor Ort. Ist der Betrieb zu klein, um diese zusätzlichen Lohnkosten verarbeiten zu können, gibt es weitere Möglichkeiten. In der Regel wird das Unternehmen über einen Steuerberater verfügen. Steuerberater bieten in ihren Leistungskatalogen selbstverständlich auch die betriebliche Buchhaltung an. Dies ist natürlich mit Kosten verbunden. Wer sich dafür entscheidet, die Buchführung durch seinen Steuerberater erledigen zu lassen, kann aber auch hier noch Kosten einsparen, indem er die vorbereitende Buchführung selbst vornimmt. Dazu gehört in der Regel das ordnungsgemäße Sortieren der einzelnen Belege und das Vorkontieren. Beim Vorkontieren werden die Belege den einzelnen Kostenstellen bereits zugeordnet. Dadurch verringert sich der Arbeitsaufwand des Steuerberaters.

Wer die Buchhaltung selbst durchführen möchte, hat die Möglichkeit, sich mit einer passenden Software die Arbeit zu erleichtern. Es gibt eine Reihe von Buchhaltungsprogrammen, die man mit wenig Aufwand und geringen Vorkenntnissen auf die Belange des eigenen Unternehmens anpassen kann.

Fazit:
Um unternehmerisch erfolgreich arbeiten zu können, muss der Unternehmer zu jeder Zeit einen Überblick sowohl über seine Betriebsausgaben, als auch über das betriebliche Vermögen, die Zahlungsverpflichtungen sowie die Außenstände haben. Die Buchhaltung ermöglicht dem Unternehmer darüber hinaus ein aktives Forderungsmanagement zu betreiben und eventuellen finanziellen Ausfällen entgegen wirken zu können.
Beachtung schenken muss der Unternehmer ebenfalls den gesetzlich vorgegebenen Aufbewahrungsfristen für Belege und Finanzunterlagen. Wer seine Buchführung konsequent und zeitnah erledigt – oder durch seinen Steuerberater erledigen lässt – hat jederzeit den betrieblichen Erfolg im Blick. Außerdem wird durch eine konsequent ausgeführte Buchführung die Erstellung und Abgabe der Steuerklärung gegenüber dem Finanzamt erheblich erleichtert.

Eine Antwort auf Buchführung Grundlagen: Tipps zur richtigen Buchhaltung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*