Bilanzierung

Kennzahlenvergleich in der Bilanz

3. September 2013

Kennzahlenvergleich in der Bilanz

Unternehmen haben es mit vielen wichtigen Begriffen zu tun. Einer davon ist die Bilanz. Gewinne und Verluste, Einnahmen und Ausgaben werden hier gegenübergestellt, um am Geschäftsjahresende den Gewinn ermitteln zu können. Dieses Ergebnis nennt man Bilanzsumme.

Eine gute Bilanz ist im unternehmerischen Bereich in vielerlei Hinsicht von zentraler Bedeutung. Zum einen lässt sich anhand der Bilanz erkennen, wie es wirtschaftlich um das Unternehmen bestellt ist. Die Bilanzsumme eines Unternehmens wird aber auch zu Vergleichszwecken genutzt, wenn es darum geht, verschiedene Unternehmen aus der gleichen Branche in Bezug auf Gewinne und Verluste miteinander zu vergleichen. Jedes Unternehmen hat von Gesetzeswegen her die Pflicht, die Bücher ordentlich zu führen und eine Bilanz zu erstellen. Jedoch macht der Gesetzgeber dabei Unterschiede zwischen kleinen und großen Unternehmen. Unternehmen, welche viele Mitarbeiter beschäftigen und es mit weitaus mehr Vermögen zu tun haben, sind verpflichtet, eine ausführlichere Bilanz für die Finanzbehörden zu erstellen.

Die Aussagekraft von Bilanzen

Viele Posten, die in einer unternehmerischen Bilanz zur Unternehmensbewertung auftauchen, sind wenig aussagekräftig. Daher wurden verschiedene Kennzahlen entwickelt, anhand derer sich noch präziser ablesen lässt, ob es sich um ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen handelt. Jede dieser Kennzahlen steht dabei für sich und sagt etwas über die Wirtschaftlichkeit der Firma aus. Die Kennzahlen können aber auch in einem anderen Kontext gesehen und bewertet haben. So geben sie auch Aufschluss darüber, wie es sich mit der Wirtschaftlichkeit über eine bestimmte Periode verlaufen hat. An einer Kennzahl lässt sich also auch erkennen, wie gesund das Unternehmen in den vergangenen Jahren gewirtschaftet hat.

Welche Bilanzkennzahlen gibt es?

Eine der wichtigsten Kennzahlen, die im Zusammenhang mit Bilanzen stehen, ist die Konstitution. Dieser Wert beschreibt den Vermögensaufbau im Unternehmen. Anlage- und Umlaufvermögen werden gegenübergestellt und das Verhältnis zwischen beiden beurteilt. Eine weitere Kennzahl ist die Anlageintensität respektive die Anlagequote. Hier wird das Anlagevermögen des Unternehmens untersucht und ermittelt, welchen Anteil es am Gesamtvermögen des Unternehmens hat. Genauso, wie die Kennzahlen in der Bilanz das Anlagevermögen unter die Lupe nehmen, wird auch auf das Umlaufvermögen und dessen Quote eingegangen. Hierbei wird ebenfalls der Anteil am Gesamtvermögen ermittelt.

Informationen zur Liquidität

Besonders viel über die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens sagt die Liquidität aus. Hier wird in unterschiedliche Formen unterteilt. Die erste Kennzahl in Sachen Liquidität ist die Liquidität ersten Grades. Hier werden die flüssigen Geldmittel, über die das Unternehmen besitzt, zu kurzfristig genutztem Fremdkapital ins Verhältnis gesetzt. Bei der Liquidität wird das Verhältnis der flüssigen Mittel zu den Forderungen nach kurzfristigem Fremdkapital näher untersucht. Die Liquidität hat in der Bilanz noch eine weitere Kennzahl, nämlich die Liquidität dritten Grades. Bei dieser Kennzahl wird das Umlaufvermögen näher betrachtet und das Verhältnis zwischen diesem und kurz- oder mittelfristig genutztem Fremdkapital ermittelt.

Weitere wichtige Kennzahlen zur Bewertung von Bilanzen

Gehen Unternehmen mit Eigenkapital auf den Markt, dann muss auch dieses in der Bilanz Erwähnung finden und ausgewertet werden. Hier wird durch die Kennzahl der Eigenkapitalquote ein Wert ermittelt, der aufzeigt, welchen Anteil das Eigenkapital am Gesamtvermögen des Unternehmens hat. Das gleiche gilt natürlich auch für genutztes Fremdkapital. Sowohl durch genutztes Eigenkapital als auch durch Fremdkapital setzt sich das Gesamtkapital des Unternehmens zusammen. Diese beiden Werte werden mithilfe der Kennzahl Kapitalaufbau entsprechend in der Bilanz beertet. Fremdkapital stellt für Unternehmen eine gute Möglichkeit dar, um Investitionen zu tätigen. Dieses geliehene Geld muss natürlich, wenn auch manchmal nur anteilig an den Geldgeber zurückerstattet werden. Sollte dies nicht im geplanten Zeitraum gelingen, produziert das Unternehmen Schulden. Diese haben zwar einen negativen Einfluss auf die Gesamtbilanz, dürfen aber dennoch nicht außen vor gelassen werden. Das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital ist erkennbar, wenn die Kennzahl Verschuldungsgrad auf der Bilanz auftaucht.

Der Deckungsgrad

Genauso wie die Liquidität wird auch die Kennzahl Deckungsgrad in verschiedene Untergruppen eingeteilt. Beim Deckungsgrad I wird analysiert, wie viel Prozent des Anlagevermögens durch das Eigenkapital gedeckt wird. Oftmals wird das Anlagevermögen auch langfristig finanziert. Der Prozentsatz diesbezüglich wird im Deckungsgrad 2 ermittelt. Das Wichtigste an einer wirtschaftlich gesunden Arbeitsweise sind natürlich die erzielten Umsätze und Gewinne. So spielt unter anderem auch die Kennzahl der Umsatzrendite eine wichtige Rolle, diese gibt nämlich Auskunft über den Gewinn, der für jeden Euro des Umsatzes erzielt wurde. Weitere Kennzahlen und Erklärungen dazu lassen sich online finden.

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