Bilanzierung

Die Zusammenhänge zwischen Schlussbilanzkonto und GuV

4. Juni 2012

Jahresabschluss GuVJeder Unternehmer weiß, dass am Ende des Jahres beziehungsweise am Anfang eines neuen Jahres der große Kassensturz ansteht, welchen er mittels eines Schlussbilanzkontos beziehungsweise einer GuV ermittelt. Gerade die Zeit um die Jahreswende ist besonders arbeitsintensiv, denn die ganzen Hochrechnungen und Buchführungsunterlagen müssen zusammengebracht werden. Eine gute Organisation – so wird jedes Unternehmen wissen – ist hierbei schon die halbe Miete. Wer das gesamte Jahr über stets eine gute Buchführung mit sämtlichen einfachen wie auch zusammengesetzten Buchungssätzen beispielsweise vorgenommen hat oder aber hat vornehmen lassen, der wird sicherlich sehr viel Zeit beim Jahresabschluss in Form von Schlussbilanzkonto und GuV einsparen können.

Der Jahresabschluss ist im Groben und Ganzen eigentlich die Hauptbilanz. Hier wird ermittelt, ob ein Unternehmen erfolgreich gewirtschaftet hat oder aber nicht. Auch lassen sich diverse Trends durch das Schlussbilanzkonto beziehungsweise die GuV aufzeigen, wenn man insbesondere ausgewählte Zeiträume berücksichtigt, etwa die Betrachtung der Quartalsabrechnungen im Vergleich zur Jahresbilanz.

Was genau ist ein Schlussbilanzkonto?

Jedes Unternehmen muss für ein Geschäftsjahr eine so genannte Schlussbilanz vorlegen. Die Schlussbilanz wird in der Regel durch ein so genanntes Schlussbilanzkonto vorgenommen. Hier werden sämtliche Einzelheiten und Buchungsvorgänge des Geschäftsjahres berücksichtigt und zusammengefasst. Wichtig ist, dass ausschließlich die das jeweilige Geschäftsjahr betreffenden Informationen bei dem Schlussbilanzkonto berücksichtigt werden können und sollen, alle anderen Geschäftsvorfälle werden nicht bei der Schlussbilanz aufgeführt.

Das Schlussbilanzkonto ist also ein technisches Konstrukt, welches dazu dienen soll, die Schlussbilanz zu ermitteln. In ihm werden sämtliche Salden aller bestehenden Konten inklusive des GuVs wie auch des Privatkontos, welche beide im Eigenkapitalkonto aufgehen.

Wichtig ist es, dass sich die Schlussbilanz und das Schlussbilanzkonto in einem Punkt maßgeblich unterscheiden: Während Erstere ganz konkreten rechtlichen Vorgaben unterliegt und die Anforderungen des Gesetzgebers erfüllen muss, handelt es sich bei Letzterem um eine formfreie Hilfe, die dazu dient, den Jahresabschluss für das Unternehmen vorzunehmen. Richtlinien, wie dieses Hilfskonto aufgestellt werden soll, gibt es formal betrachtet nicht.

Die GuV als Indikator für den Erfolg eines Unternehmens

Die so genannte „GuV“ ist die Abkürzung für Gewinn- und Verlustrechnung. Sie gehört mit zu den wesentlichen Stützen der Jahresbilanz und des Abschlusses einen abgelaufenen Geschäftsjahres. Jahresabschluss bedeutet im Kurzen die Rechnungslegung einer Firma oder eines Unternehmens. Hierbei werden sämtliche Einnahmen und Ausgaben zusammengebracht und es ist möglich, den Erfolg eines Unternehmens aus finanzieller Sicht festzulegen, denn: Ergibt sich aus der GuV ein Plus bei den Einnahmen, wurde ein Gewinn erwirtschaftet; bei einem Minus dagegen, hätte das Unternehmen rote Zahlen geschrieben.

Darüber hinaus ist es durch die GuV möglich, den Erfolg des unternehmensinternen Rechnungswesens zu ermitteln. Hierbei werden Kennzahlen aus der Betriebswirtschaft verwendet, um den Gewinn oder den Verlust festzustellen. Dabei ist dringend ein rechtlich formaler Aufbau zu beachten. Dieser wird genauestens im §242 HGB festgelegt, ebenso wie in den Internationalen Richtlinien, welche namentlich „International Financial Reporting Standards“ sowie die gerade für die transatlantischen Beziehungen wichtigen „United States Generelly Accepted Accounting Principles“ – kurz: IFRS beziehungsweise US-GAAP nachzulesen sind.

Wie eng verknüpft sind GuV und das Schlussbilanzkonto?

Sowohl die GuV als auch das Schlussbilanzkonto sind wesentliche Bestandteile des Jahresabschlusses und der Rechnungslegung eines Unternehmens. Es liegt auf der Hand, dass es sich bei beiden um technische Hilfsmittel handelt, welche es ermöglichen, einen Kassensturz am Ende eines Geschäftsjahres vorzunehmen. Auch wenn das Schlussbilanzkonto vergleichsweise formfrei ist und prinzipiell nur geschäftsintern zur Anwendung kommt, beinhaltet es doch sämtliche Salden, unter anderem das Eigenkapitalkonto, welches auch die GuV beinhaltet. Insofern ist die GuV eine Kategorie, die in dem Schlussbilanzkonto aufgeht, um die Schlussbilanz zu ermitteln.

Je nach Größe des Unternehmens unterscheiden sich das Schlussbilanzkonto und die GuV in ihrem Umfang. Es empfiehlt sich daher meistens ab einer gewissen Geschäftsgröße mindestens einen Angestellten  für die Buchführung einzustellen. Er wird sich optimal um die GuV sowie das Schlussbilanzkonto kümmern können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*