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Umlaufvermögen – Hier ist kurzfristig viel Geld im Umlauf

12. Oktober 2010

 

Umlaufvermögen - kurzfristig viel Geld im Umlauf

Wenn in der Buchhaltung vom Begriff Umlaufvermögen die Rede ist, dann handelt es sich hierbei um das Vermögen, welches aus Ge- und Verbrauchsgütern sowie aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht. Das Umlaufvermögen bildet mit seinen vielen einzelnen Konten einen großen Posten auf der Aktivseite der Bilanz, denn neben dem Anlagevermögen fließt auch das Umlaufvermögen am Bilanzstichtag in den zu ermittelnden Gewinn- oder Verlust ein.

Schaut man sich ein Inventar oder eine Bilanz an, so erkennt man, dass die erste Position des Umlaufvermögens die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und auch die Hilfsstoffe beinhaltet.

Zu den Rohstoffen gehören ausschließlich Vorräte, die zur Herstellung von Produkten notwendig sind. Sie gehen gänzlich in das gefertigte Produkt ein und müssen, nachdem der Lagerbestand zu Neige geht, neu eingekauft werden. Rohstoffe haben in der Regel einen großen Anteil am fertigen Endprodukt.

Hilfsstoffe wiederum nehmen zwar mengenmäßig einen kleineren Posten bei dem zu fertigenden Produkt ein, jedoch ist eine Herstellung ohne Hilfsstoffe in den meisten Fällen unmöglich. Zu den… Hilfsstoffen gehören Kleinteile, wie beispielsweise Nägel, Schrauben, Holzleim und viele weitere Teile mehr.

Betriebsstoffe haben mit dem Produkt nichts zu tun, werden jedoch ebenfalls gebraucht, damit eine Fertigung überhaupt stattfinden kann. Zu den Betriebsstoffen gehören u.a. Kraftstoffe und Öle. Ist die Fertigung der Produkte dann im Gange, kommen wieder zwei neue Gruppen des Umlaufvermögens hinzu – nämlich die unfertigen und fertigen Erzeugnisse.

Unfertige Erzeugnisse sind Wirtschaftsgüter, für die zwar schon Herstellungskosten angefallen sind, der Verkauf jedoch noch nicht getätigt werden konnte, da der Fertigungsprozess noch nicht abgeschlossen ist.

Fertige Produkte wiederum sind Produkte, die versandfertig im Lager bereitstehen. Auch die schon geleisteten Anzahlungen fallen in diese Rubrik des Umlaufvermögens.

Die zweite Position des Umlaufvermögens nehmen in der Regel die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ein.

Forderungen machen in vielen Betrieben einen meist großen finanziellen Posten aus und sind hier zu unterteilen in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sich schon dem Namen nach ableiten, dh. hier alle Debitorenrechnungen für verkaufte Produkte und Dienstleistungen gemeint sind, stellen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (beispielsweise Tochtergesellschaften) eher die Auszahlung von Dividenden oder Gewinnen dar.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wiederum beinhalten alle Forderungen, die nichts mit Lieferungen, Leistungen oder Gewinnausschüttungen zu tun haben. Im Einzelnen können dies beispielsweise Darlehen an Mitarbeiter oder Forderungen aus Bürgschaften sein.

Nach den Forderungen wird in der Bilanz der Posten Wertpapiere ausgewiesen. Auch Wertpapiere gehören zum Umlaufvermögen, da sie beim Verkauf eine meist kurzfristige Forderung darstellen. Wie die Forderungen, so sind ebenfalls die Wertpapiere in verschiedene Kategorien einzuteilen, die beispielsweise aus Anteilen an verbundenen Unternehmen bestehen (sofern die Wertpapiere weniger als 20 % des Stammkapitals ausmachen), eigene Wertpapiere und Anteile beinhalten sowie die Position sonstige Wertpapiere darstellen

Die letzte Position des Umlaufvermögens stellt dann das Barvermögen und die Bankbestände der jeweiligen Bankkonten dar. Diese Gelder werden im buchhalterischen Sinne flüssige Mittel genannt, da sie explizit Bar- oder Buchgeld betreffen, die schnell verfügbar sind. Unterteilt werden sie von den meisten Unternehmen in die Konten Kasse und Bank.

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