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Die Definition von Soll und Haben

28. April 2011

Eng mit dem Begriff Buchführung und Buchhaltung verbunden, sind die Bezeichnungen Soll und Haben. Obwohl Soll und Haben auch im täglichen und privaten Leben oftmals in Erscheinung treten, beispielsweise wenn man sich einen Kontoauszug bei der Bank abholt, so sind diese Begriffe besonders der sogenannten doppelten Buchführung zuzuordnen. Welche natürlich auch von den Banken und Kreditinstituten praktiziert wird.

Soll und Haben – Schulden und Guthaben

Viele Menschen –und nicht nur Buchhalter- fragen sich, woher denn eigentlich die Bezeichnung Soll und Haben kommt? Landläufigen Meinungen zu Folge bedeutet „im Soll“ zu sein, Schulden…

zu haben. Und umgekehrt: Wer im Haben ist, der hat Guthaben. Im buchhalterischen Sinne ist dies jedoch genau umgekehrt. Auf der Sollseite stehen eine Vielzahl von Vermögensgegenständen, wie beispielsweise das Bar- oder Bankvermögen, und auf der Habenseite stehen die Verbindlichkeiten –die Schulden und Darlehen. So lässt es sich auch erklären, dass ein Bankkunde vermeintlich meint, im Soll zu sein, wenn er Schulden hat, da der Kontoauszug aus der Sicht des Kreditinstituts erstellt wurde und dieses auf der Sollseite ihr positives Bankvermögen kennzeichnet.

Ursprung von Soll und Haben

Neben den jeweiligen Kontentiteln, von denen es ja im Rechnungswesen in der Regel sehr viele gibt, wurde zu früheren Zeiten immer auch die Bezeichnung deve dare und deve avere zugefügt. Deve dare bedeutet im Italienischen –Soll geben- und deve avere bedeutet –Soll haben. Jahre später bürgerte sich in Deutschland dann die Bezeichnung Soll und Haben ein, in dem einfach auf der linken Seite das Wort Geben und auf der rechten Seite das Wort Soll weggelassen wurde.

Die Sollseite des T-Kontos in der Buchführung

Wird im Sinne der doppelten Buchführung gebucht, so hat jeder Buchungssatz aus zwei verschiedenen Konten zu bestehen, die zum einen auf der Sollseite und zum anderen auf der Habenseite gebucht werden. Handelt es sich bei dem Konto um ein Erfolgskonto, so wird im Soll der Aufwand für das Unternehmen gebucht. Handelt es sich bei dem Konto hingegen um ein aktives Bestandskonto, wie zum Beispiel das Konto Bankbestand, so werden im Soll jegliche Zugänge gebucht. Bei den passiven Bestandskonten muss es allerdings genau andersherum gesehen werden. Hier werden auf der Sollseite des jeweiligen Kontos immer nur die Abgänge, zum Beispiel wenn eine Verbindlichkeit aus einer Lieferung oder Leistung beglichen wird, gebucht.

Die Habenseite des T-Kontos in der Buchführung

Auch die Buchungen auf der Habenseite der jeweiligen Konten erfüllen bestimmte Regeln. So sind auf der Habenseite der einzelnen Erfolgskonten immer nur die Erträge zu verzeichnen. Handelt es sich jedoch um ein aktives Bestandskonto, so sind auf der Habenseite dieser Konten immer die Abgänge gebucht. Dies lässt sich ganz einfach merken, denn verkauft ein Unternehmen zum Beispiel einzelne Maschinen aus dem Anlagevermögen, so muss dieser Verkauf auf dem Maschinenkonto im Haben notiert werden. Hier mindert sich also entsprechend das Konto Maschinen. Ist das Konto, auf dem gebucht wird, jedoch ein sogenanntes passives Bestandskonto, so werden auf diesem die Zugänge auf der Habenseite gebucht. Auch das kann man sich gut merken, da zum Beispiel Eingangsrechnungen von Lieferanten das Konto Verbindlichkeiten auf der Habenseite erhöhen.

Salden auf den einzelnen Konten

Am Ende eines jeden Geschäftsjahres müssen die einzelnen Konten angeschlossen werden, damit deren Salden in die Bilanz übernommen werden können.
Grundsätzlich können die Salden sowohl auf der Sollseite als auch auf der Habenseite erscheinen, jedoch ist darauf zu achten, dass gerade auf den aktiven Bestandskonten und auf den Aufwandskonten kein Saldo im Haben tatsächlich möglich ist. Das Anlagevermögen beispielsweise oder der Fuhrpark kann nicht unter Null sein.
Im umgekehrten Fall kann allerdings auch ein Habensaldo auf einem Aufwandskonto nicht richtig sein. Auch hier deutet alles auf einen Buchungsfehler hin.

Eine Antwort auf Die Definition von Soll und Haben

Janina sagt:
23. September 2011 um 09:51

Diese Informationen sind nicht verständlich.
Gefragt war, die Haben und Soll seiten der Büchführung.
Mann kann mehr ins Deltai gehen.
Und einbichien einfacher erklären.
Danke

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