Absetzung für Abnutzung

AfA (Absetzung für Abnutzung) 2009

22. September 2010

Lässt sich mit der AfA 2009 die Konjunktur verbessern?

Wer seine Wirtschaftsgüter für das Jahr 2009 abschreiben will, der kann dies erneut mittels der degressiven Abschreibung tun. Und noch besser: Der kann mit der degressiven Abschreibung sogar die Wirtschaft ankurbeln! Die zunächst im Jahre 2007 abgeschaffte AfA-Methode wurde erneut für zwei weitere Jahre zugelassen. Im Rahmen des Konjunkturpaketes der Bundesregierung taucht sie wieder auf, und bietet auch den Unternehmen so nochmals die Möglichkeit hohe Abschreibungsbeträge abzusetzen. Erst im Jahre 2011 wird wohl endgültig damit Schluss sein; dann wird es nur noch die lineare AfA geben. Bis dahin stehen jedoch alle Signale für die degressive AfA auf grün.

Bei Wirtschaftsgütern über 1000 Euro Herstellungs- oder Anschaffungskosten müssen diese entweder linear oder degressiv abgeschrieben werden. Ausnahmen bilden hier lediglich die Geringwertigen Wirtschaftsgüter, die jedoch in ihrem Wert zwischen 150 Euro und 1000 Euro liegen und direkt abgeschrieben werden können.

Lineare AfA bedeutet, dass hier über mehrere Jahre verteilt jährlich immer der gleiche Betrag abgeschrieben werden muss, sofern dieses Verfahren gewählt wurde. Ob die Wahl zur linearen Abschreibung immer von Vorteil ist, oder ob nicht doch die degressive Methode gewählt werden sollte, hängt auch von der Nutzungsdauer des abzuschreibenden Wirtschaftsgutes ab und damit natürlich auch vom Wirtschaftsgut selbst..

Die degressive Abschreibung läuft nach einem anderen System, denn hier werden die abzuschreibenden Beträge von Jahr zu Jahr geringer, statt zumindest gleichbleibend oder gar höher zu werden. Ist damit die degressive AfA keine gute Option, wenn es darum geht, Wirtschaftsgüter abzuschreiben?

Um Vergleiche anzustellen, benötigt der Buchhalter eine sogenannte AfA Tabelle. Aus dieser wird ersichtlich, wie die Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter auf statistischem Niveau angegeben wurden. Büromöbel und Betriebsausstattung haben dem zufolge aufgrund ihrer Langlebigkeit eine relativ hohe Nutzungsdauer von 13 Jahren, während Großrechnern und PCs laut der aktuellen AfA Tabelle lediglich eine statistische Nutzungsdauer von maximal 3 Jahren gewährt wurde. Danach wären diese in ihrem Wert abgeschrieben.

Wählt man nun bei der Abschreibung dieser Büromöbel die lineare AfA, so ist zu schauen, ob diese tatsächlich im Hinblick auf die Herstellungs- oder Anschaffungskosten und deren gleichbleibende Verteilung auf 13 Jahre steuerlich günstiger ist, als die degressive AfA. Denn hier besteht die Möglichkeit sogar 25 Prozent im ersten Jahr abzuschreiben. Je nach Höhe des Gesamtvolumens an Büromöbeln wird der diesbezügliche AfA Betrag wahrscheinlich zunächst höher sein. Sofern die degressive Abschreibung und der AfA Betrag jedoch an einen Punkt gelangen, an dem die Beträge der linearen AfA höher sind, kann der Unternehmer hier zur linearen AfA problemlos wechseln.

Die steuerlichen Vorteile, die bei der AfA 2009 mit Hilfe der degressiven Abschreibung erwirtschaftet werden, schmälern den zu versteuernden Gewinn eines Unternehmens. Je mehr abgeschrieben werden kann, desto größer sind die Vergünstigungen aus steuerlicher Sicht. Im Rahmen des neues Konjunkturpaketes ist dies von der Bundesregierung so explizit gewollt, denn jeder nicht versteuerte Euro kann an Investition in die Wirtschaft zurückfließen. Die degressive AfA, die jetzt erneut zum Einsatz gekommen ist und viele Unternehmer und Steuerberater glücklich macht, dient somit noch bis zum 31.12.2010 als besonderes Instrument für die Konjunkturförderung.

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