Absetzung für Abnutzung

Abschreibung für Abnutzung mindert die steuerliche Last

2. August 2011

Die sogenannte Abschreibung, also das Absetzen eines Wertes von der steuerlichen Last, ist auch für Abnutzungen vorgesehen. Es handelt sich dabei um die zu ermittelnde Wertminderung von Anlagevermögen eines Betriebes.

Wird ein Produkt gekauft, um damit eigene Einkünfte erzielen zu können, beispielsweise eine Maschine, ändert sich dadurch nicht das Vermögen. Denn das Geld, mit dem die Maschine bezahlt wurde, hat vorher in Form von Barvermögen oder Bankkontenguthaben existiert.

Im Gesetzestext heißt es dazu: „Handelt es sich…. um ein abnutzbares Wirtschaftsgut, so stellt zwar nicht die Anschaffung … aber die Abnutzung des Wirtschaftsgutes eine durch die Erzielung von Einkünften veranlasste Vermögensminderung dar.“

Abschreibungen für Abnutzungen sind Betriebsausgaben

Diese Abnutzungen sind als Betriebsausgaben zu sehen, es sei denn, sie fallen unter Werbungskosten. Eine sogenannte „Absetzung“ von…

der Steuer kann demzufolge jedes Jahr für einen Teil der Kosten erfolgen, der sich dadurch ergibt, dass man den Wert durch die zu erwartenden Jahre der Nutzungsdauer teilt.
Diese Wertminderung wird als Verringerung der Einkünfte angesehen und auch als solche steuerlich behandelt. Diese Einkünfte, die sich dadurch vermindert haben, stellen die Grundlage des zu versteuernden Einkommens dar.

Das Einkommenssteuergesetz hat alle Festlegungen getroffen, die für die Absetzung der Abnutzung von Belang sind. In der Betriebswirtschaft wird jede Wertminderung als Abschreibung bezeichnet. Im Steuerrecht wird dagegen unterschieden nach folgenden Varianten:

Die Absetzung von Abnutzung, die planmäßig angesetzt wird

Die Absetzung für außergewöhnliche Abnutzungen, die außerplanmäßig sind

Außerplanmäßige Abschreibungen des Umlaufvermögens, die der steuerlichen Teilwertabschreibung entsprechen und die Sammelabschreibung (nach § 6 Abs. 2 a des Einkommensteuergesetzes. )

Wie bereits kurz erwähnt, richtet sich die Absetzung für die Abnutzung nach zwei wesentlichen Faktoren. Zum einen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und zum Zweiten die Nutzungsdauer, die für diese Betriebsart anzunehmen ist.

Abschreibung für Abnutzung – lineare Abschreibung

Die sogenannte lineare Abschreibung besagt, dass die Abschreibung in gleichen jährlichen Teilen erfolgt. Die Anschaffungskosten werden hier gleichmäßig über die zu erwartenden Nutzungsjahre aufgeteilt. Somit wird in jedem betreffenden Jahr die gleiche Summe abgeschrieben. Dabei entsteht ein Abschreibungssatz, beispielsweise 50 %, wenn das Produkt nur zwei Jahre genutzt werden kann. Des Weiteren gibt es den Abschreibungsbetrag, also den Geldwert, der in jedem Jahr abgeschrieben wird. Bleiben wir bei unserem Beispiel, und gehen davon aus, dass das Wirtschaftsgut einen Anschaffungswert von 1000 Euro hatte, wäre der jährliche Abschreibungsbetrag 500 Euro.

Abschreibung für Abnutzung – degressiver Abschreibung

Davon zu unterscheiden ist die degressive Abschreibung. Diese war für Anlagevermögen erlaubt, das in einem besonderen Verzeichnis aufgeführt war. Zudem gibt es eine Sonderregelung für Mietwohngebäude. Dabei wird ein fester Prozentsatz pro Jahr vom Buchwert des Vorjahres abgezogen. Dabei durfte der Prozentsatz der degressiven Abschreibung höchstens das 2,5 fache betragen des Abschreibungszinssatzes, der bei der linearen Abschreibung zugrunde gelegt worden wäre. Zudem durfte er 25 Prozent nicht überschreiten. Ab dem Jahr 2008 gibt es diese Art der Abschreibung für neu angeschaffte Wirtschaftsgüter nicht mehr. Dagegen darf sie weiter angewendet werden für Produkte, die zuvor mit dieser Abschreibung begonnen hatten, bis zu deren Ende. Somit läuft die degressive Abschreibungsvariante aus.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Sonderstatus

Einen Sonderstatus haben geringwertige Wirtschaftsgüter, die 2007 im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben werden durften, wenn der Wert nicht 410 Euro netto überstieg.

Für danach angeschaffte derartige Güter können ab 150 Euro Nettowert Sammelposten eingestellt und linear für 5 Jahre mit entsprechend 20 Prozent abgeschrieben werden.

Zudem gibt es eine Reihe von Sonderregelungen, die teilweise aktuell gelten, oder auch, wie siehe oben, nur für einen eingeschränkten Zeitraum galten. Hier sind aufzuführen: eine Regelung für geringwertige Wirtschaftsgüter, Sonderabschreibungen, Investitionsabzugsbetrag, Teilwertabschreibung und Staffelabschreibung.
Alle die genannten Regelungen betreffen nur das Steuerrecht und können eklatant von den betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten abweichen. Hier werden die Wertminderungen verursachungsgerecht aufgerechnet und verbucht. Dadurch ergeben sich Unterschiede zur steuerrechtlich ermittelten Wertminderung.

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