Abschreibung

Wertminderungen des Anlagevermögens richtig buchen

30. August 2013

Abschreibung Verlust

Firmen, die es mit Anlagevermögen zu tun haben wissen, dass dieses einer ständigen Wertminderung unterliegt. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, werden Wertminderungen beim Anlagevermögen in der Buchführung als Abschreibung berücksichtigt. Würde das Anlagevermögen nicht gesondert in der Buchführung ausgewiesen werden, so würde sich die Bilanz des Unternehmens weitaus schlechter darstellen. Durch Abschreibungen wird der Wertlosigkeit buchhaltungstechnisch entgegenwirken.

Abschreibungen werden in jedem Fall auf Maschinen oder der Büroausstattung verbucht. Dies tun Unternehmen, um dem natürlichen Verschleiß dieser Anlagegüter zu entsprechen. Es gibt aber noch weitere Gründe, warum ein Anlagegut plötzlich wertlos sein kann. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn es durch ein Feuer oder einen Wasserschaden in Mitleidenschaft gezogen wurde und deshalb nicht mehr funktionsfähig ist. Geben Unternehmen in ihrer Buchführung die Wertminderung ihres Anlagevermögens als Abschreibung an, entsteht auch der Vorteil, dass die Summe nicht mit einmal verbucht werden muss. Je nachdem, um welche Art von Anlagevermögen es sich handelt, gibt es bestimmte gesetzliche Fristen, in welchen die Abschreibung zu verbuchen ist. Dieser Posten kann dann über einen Zeitraum von mehreren Jahren in der Buchführung bilanziert werden. Selbstverständlich entstehen dabei auch steuerliche Vorteile.

Wie die Abschreibung in der Buchführung anzugeben ist

Soll in seinem Wert gemindertes Anlagevermögen als Abschreibung auf der Buchführung erscheinen, wird dafür zumeist der 31.12. eines Jahres ausgewählt. Natürlich nimmt die Abschreibung auch direkten Einfluss auf die Gewinn-Verlust-Rechnung des Unternehmens. Damit Steuerberater und Finanzbehörden diesen Posten auch richtig identifizieren und anerkennen, sollte die Abschreibung des Anlagevermögens unter dem Punkt Abschreibung auf Sachanlagen angegeben werden.

Ein Beispiel aus der Praxis

Zu den Sachgütern und Gegenständen, die im Laufe der Zeit den natürlichen Verschleißerscheinungen erliegen können und dadurch eine Wertminderung erfahren, zählen Fahrzeuge, die im Unternehmen genutzt werden. Wird das Dienstfahrzeug für den Fuhrpark beschafft, muss der Einkaufspreis im Moment des Kaufes im Soll in der Buchführung als Ausgabe angegeben werden. Während sich die Ausgaben in diesem Beispiel für den Fuhrpark also um die entsprechende Summe erhöhen, entfällt diese in der Kasse oder auf dem Bankkonto, je nachdem, wie diese Transaktion vonstattengeht. Geht es dann am Ende des Jahres um die Abschreibungen, die ein Unternehmen verbuchen möchte, muss es nicht den gesamten Kaufpreis für das Dienstfahrzeug angeben. Dieses Verfahren funktioniert jedoch nur, wenn die lineare Abschreibung zur Anwendung kommt. Jährlich wird ein Teil dieser Summe als Abschreibung verbucht, solange bis die ursprüngliche Ausgabe nicht mehr in der Bilanz des Unternehmens auftaucht. Der Bereich Fuhrpark ist dann von Jahr zu Jahr weniger belastet und die Bilanz stellt sich jährlich positiver dar.

Auswirkung auf die Steuerzahlungen

Da eine Abschreibung von Anlagevermögen sich immer wertmindernd auf die Gewinn-Verlust-Rechnung des Unternehmens auswirkt, entstehen dadurch steuerliche Vorteile. Durch die Wertminderung erzielt das Unternehmen weniger hohe Gewinne, was im Umkehrschluss dazu führt, dass weniger Steuern entrichtet werden müssen. Es kommt also bei der Verbuchung von Abschreibungen in der Buchführung auch auf strategisches Geschick an. Der Unternehmer sollte genau überlegen, wann welche Summe abgeschrieben werden kann, um nicht nur aus der Sicht der erzielten Gewinne, sondern auch steuerlich zu profitieren. Da diese Materie mitunter kompliziert ist, empfiehlt es sich, einen fachlich versierten Steuerberater hinzuzuziehen. Dieser kennt sich nicht nur mit den Bilanzen des Unternehmens aus, er kennt auch die rechtliche Seite und kann daher individuell kompetent beratend zur Seite stehen.

Sich online informieren

Wenn kein Steuerberater für die Realisierung der Buchführung zurate gezogen wird, kann sich der Unternehmer natürlich auch selbst informieren. Hier bei steuern-sparen.de beispielsweise gibt es viele weitere Infos, die leicht verständlich erklären, wie mit den verschriebenen Arten von Abschreibungen umgegangen werden kann, um individuell davon zu profitieren. Gerade, wenn es sich um Anlagevermögen handelt, welches Anfangs einen hohen Anschaffungswert hat, ist auch eine größere Wertminderung zu erwarten. Diese sollte bei der Erstellung der Bilanz stets berücksichtigt werden. Geht der Unternehmer dabei nicht geschickt vor, kann die Wertminderung beim Anlagevermögen die Bilanz nicht nur nachhaltig verschlechtern. Auch steuerlich entstehen verschiedene Nachteile. Abschreibungen stellen also für jedes Unternehmen eine effektive Möglichkeit dar, um wertminderes Anlagevermögen nicht zu einem hohen Verlust werden zu lassen.

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