Abschreibung

Erhöhter Abschreibungsbedarf bei Europäische Unternehmen in 2012

16. Januar 2012

Abschreibungen

Berichten zu Folge haben die europäischen Unternehmer im Jahr 2012 einen hohen Abschreibungsbedarf.

Aktuelle Studien, die sich mit diesem Thema befassen, lassen den Schluss zu, dass den Unternehmen in 2012 massive Wertberichtigungen ins Haus stehen. Grund hierfür ist: Im vergangenen Jahr wären deutlich weniger Abschreibungen erfolgt als angenommen. Noch dazu sei nicht zu erwarten, dass die Firmen mit den Jahresendbilanzen 2011 die Bilanzen stark bereinigten. Dies muss dann im nächsten Jahr aufgeholt werden. Vor allem sind, dem Bericht zufolge, besonders Finanzunternehmen wie Banken und Versicherungen betroffen, aber auch Autohersteller und Immobiliengesellschaften. Die Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte haben sich im vergangenen Jahr auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren befunden.

Weltweite Finanzkrise sorgt für höhere Abschreibungen

Der hohe Abschreibungsbedarf der Finanzunternehmen ist eine direkte Folge der Krise der letzten 2 Jahre, da die Wertverluste in die…

Aktiva bilanziert werden müssen. Auch im III. Quartal 2011 kommt die Finanzwirtschaft nicht zur Ruhe und es gibt immer wieder Abstürze an der Börse. Die Umsätze aus Wertpapieren sinken mittlerweile fast ständig. Da oft noch fallende Bewertungen der Ratingagenturen hinzukommen, ergibt sich ein erhöhter Abschreibungsbedarf auf Anlagenbuchbestände sowie auch auf Handelsbuchbestände.

Die Abschreibungsarten

Die Abschreibung verzeichnet die Abnutzung von Vermögensgegenständen, die, vereinfacht gesagt, durch die Benutzung weniger Wert werden. Man unterscheidet hier verschiedene Abschreibungsmethoden, wie die lineare Abschreibung und die degressive Abschreibung, mitunter auch die Leistungsabschreibung. Bei ersterer wird die Nutzungsdauer von Beginn an festgelegt, und somit der Wert auf diese Zeit aufgeteilt. So entsteht ein gleichmäßiger Abschreibungsbetrag für die vorgegebene Zeit. Der Buchwert nimmt regelmäßig um die Summer der Abschreibung ab. Bei der degressiven Abschreibung sinken die Abschreibungsbeträge innerhalb der Nutzungsdauer. Hier geht man dann im Verlauf auf die lineare Abschreibungsmethode über. Die Leistungsabschreibung hingegen berechnet sich aus der Leistung, die mit der Ware erbracht wurde. Vereinfacht kann das so dargestellt werden, dass ein Wirtschaftsgut, das in einem Jahr nicht benutzt wurde, in diesem Jahr auch keine Abschreibung erfährt. Beispielsweise kann das im Falle eines Fahrzeuges so praktiziert werden, dass am Anfang festgelegt wird, wie viele Kilometer das Fahrzeug vermutlich fahren kann, bis es buchmäßig nichts mehr Wert ist. Dementsprechend wird jedem gefahrenen Kilometer eine pauschale Abschreibung zugeordnet. So kann aufgrund der Kilometer, die im Jahr gefahren wurden, die Abschreibung für das Jahr ermittelt werden.

Etwas anders verhält sich die Gebäudeabschreibung. Denn beim Kauf oder Bau eines Gebäudes entstehen erhebliche Kosten. Allerdings kann man hier nicht von einer speziellen Nutzungsdauer ausgehen, wie bei einem Fahrzeug oder einer Maschine. Ob es im Falle der Immobilie Anschaffungskosten oder Herstellungskosten sind, wird dabei nicht unterschieden. Die Kosten sind bei Vermietung als Werbungskosten absetzbar.

Vor allem für Kleinunternehmen und Freiberufler gibt es ebenso wie für Handwerker eine leicht zu bedienende Software für die Verwaltung der betrieblichen Anlagegüter und somit auch für die Abschreibungen. So erfährt man Details der Abschreibungsproblematik und dabei werden gleich eventuell aufgetretene Fehler minimiert. Auch der Zeitpunkt, an dem es ideal wäre, unter den Abschreibungsmethoden zu wechseln, wird angezeigt. So wird die Buchhaltung auch für diejenigen zum Kinderspiel, die weder Zeit noch Lust haben, sich damit den Hauptteil ihrer Zeit zu beschäftigen, noch große Summen an einen Steuerberater zahlen wollen.

Immer wieder gibt es im Steuergesetz Besonderheiten. Da macht die Abschreibung keine Ausnahme. Beispiels Fotovoltaikanlagen. Wer eine solche betreibt und den erzeugten Strom in das öffentliche Netz einspeist, ist ein Gewerbetreibender, denn er erhält dafür eine Vergütung. Grundvoraussetzung ist eine Gewinnerzielungsabsicht. Das heißt, dass innerhalb der nächsten 20 Jahre ein Überschuss der Einnahmen zu erwarten sein muss. Aufgrund hoher Einspeisevergütungen ist dies meist der Fall, aber genau diese werden zurzeit immer mehr gekürzt, was entsprechend zu Problemen mit dem Finanzamt führen kann.

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