Abschreibung

Abschreibung von Pkw – Tipps für 2013

28. März 2013

Abschreibung PKWDie betriebliche oder geschäftliche Anschaffung eines Fahrzeuges kann erheblich zum positiven Ergebnis des Jahresgewinnes und Verlustes beitragen, da er maßgeblich zu den Betriebsausgaben gehört. Vor dem Erwerb sollte sich jedoch jedes Unternehmen Gedanken machen wie, wofür und wie lange das Auto genutzt werden soll. Dies ist entscheidend bei der Wahl und den Möglichkeiten der Abschreibung.

Was ist Abschreibung und was bedeutet diese buchhalterische Vorgehensweise 

Im betrieblichen Rechnungswesen und in der Buchhaltung werden Wertminderungen von Vermögensgegenständen als Abschreibung bezeichnet. Mittels einer Abschreibung können stets der aktuelle Wert des Betriebsvermögens und der Wertverlust durch Abnutzung oder Alterung buchhalterisch nachvollzogen werden. Dabei werden außerdem die Betriebsausgaben und der zu versteuernde Gewinn gemindert. Alle Gegenstände des Anlagevermögens, also auch PKW, werden nicht im Jahr der Anschaffung komplett gebucht, sondern anteilig durch die planmäßige Abschreibung auf die Jahre und die Dauer der Nutzung verteilt. Damit wird der jährliche Wertverlust zum Ausdruck gebracht. Prinzipiell ist eine Abschreibung so lange buchhalterisch vorzunehmen, bis der Gegenstand durch Verkauf, Verschrottung oder Verlust aus dem Unternehmen ausscheidet.

Ursachen des Wertverlustes und somit der Abschreibung

Als Ursache für den Wertverlust von Gegenständen des Unternehmens gelten hauptsächlich der Gebrauch und die Abnutzung. Zeitliche bedingte Minderungen durch Verschleiß und Abbau, sowie wirtschaftliche Ursachen aufgrund technischen Fortschritts kommen hierbei auch infrage. Grundsätzlich erfahren mit der Zeit alle Vermögensgegenstände einen Wertverlust. Der beispielsweise einst als Neuwagen angeschaffte Pkw ist ja selbstverständlich nach 3 – 4 Jahren nicht mehr so viel wert, wie beim Kauf dessen. Die tägliche Nutzung ist meistens die Hauptursache der Wertminderung, da ein Fahrzeug, welches viel und oft gefahren wird auch schneller in einen Unfall verwickelt werden kann und auch die normalen Verschleißerscheinungen eher auftreten.

Lineare und degressive Abschreibung

Die lineare Abschreibung ist die gebräuchlichste und einfachste Art der Wertminderung. Bei dieser Methode wird in jedem Nutzungsjahr der gleiche Betrag abgeschrieben, da zu Beginn der Abschreibung der Bemessungswert auf die Dauer der geplanten Nutzung aufgeteilt wird. Dadurch ist bei Nutzungsende der Restwert des Fahrzeuges bei Null. Im Gegensatz dazu wird bei der degressiven Abschreibung lediglich im ersten Jahr der Abschreibungsbetrag auf Basis der Anschaffungskosten errechnet. In den folgenden Jahren errechnet sich der Minderungsbetrag aus dem Restbuchwert und wird damit in jedem Jahr geringer. Bei der degressiven Abschreibung bleibt jedoch zum Ende der Nutzung immer ein Restbuchwert stehen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die degressive Abschreibungsvariante in die lineare zu ändern. Dies dient dazu, dass der Anlagegegenstand nach Ablauf der Nutzungsdauer voll abgeschrieben ist und keinen Restwert mehr aufweist. Der idealste Zeitpunkt dieses Wechsels ist, wenn der Abschreibungswert der linearen Methode genauso groß oder größer als der zu wechselnde degressive Minderungswert ist. Die Möglichkeit des Wechsels wird oft und viel von Unternehmen und Firmen angewandt.

AfA-Tabelle für bewegliche Güter

Bei Abschreibungen und Wertminderungen für bewegliche Güter, wie Fahrzeuge und PKW, kann die Abschreibung anhand der AfA-Tabelle ermittelt werden. Dabei wird die Nutzungsdauer geschätzt und unterliegt hierbei praxisnahem Fachwissen und Erfahrung. Herausgegeben wird die AfA-Tabelle vom Bundesamt für Finanzen.

Regelungen der Wertminderung für Neuwagen nach AfA-Tabelle

Für die Ermittlung des Abschreibungssatzes für Neuwagen werden alle Anschaffungskosten inklusive Kosten für Sonderausstattung, Mehrwertsteuer, Überführung, Zubehör und Zulassung auf die voraussichtliche Nutzungsdauer gerechnet und verteilt. Dabei wird zwischen der normalen und der kürzeren Nutzungsdauer unterschieden. Wird die normale Nutzungsdauer angewandt, so wird von der Finanzverwaltung für Neuwagen eine Dauer von 6 Jahren angesetzt. Bei einer ausgesprochen hohen Fahrleistung kann auch eine kürzere Abschreibungsdauer festgelegt werden. Nach rechtlichen Bestimmungen liegt eine deutlich höhere Fahrleistung bei mehr als 40.000 km vor.

Regelungen der Wertminderung für Gebrauchtwagen nach AfA-Tabelle

Bei der Wertminderung und Abschreibung von Gebrauchtwagen wird anhand des Alters und des Zustandes des Gutes die Restnutzungsdauer geschätzt. Für Jahreswagen wird im Normalfall eine Dauer der Nutzung von fünf Jahren festgelegt. Sofern ein Fahrzeug im selben Jahr gekauft und wieder verkauft wird, tritt die Vereinfachungsregel in Kraft. Hier wird einschließlich des Anschaffungsmonates monatlich jeweils 1/12 des Jahres-AfA-Betrages angesetzt. Als Zeitpunkt der Anschaffung gilt hier die Übergabe durch den Händler.

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